Identität, Nationalismus & die Kunst der Gemeinschaft - Folge 31
Shownotes
Gehört Österreich wirklich nur den Österreicher*innen – oder verwechseln wir heimatliche Verbundenheit längst mit gefährlicher Abschottung? Pünktlich zum österreichischen Nationalfeiertag nehme ich dich in dieser Solo-Folge von Zorn & Zuversicht mit auf eine persönliche Spurensuche zwischen Herkunft, Kultur und echtem Zusammenhalt. Als Gastgeberin teile ich meinen Zorn über rückwärtsgewandte Ausgrenzung und meine Zuversicht für ein solidarisches Miteinander, das weit über Landesgrenzen hinausreicht. Gemeinsam ergründen wir, wie vielschichtig unsere Identität eigentlich ist und warum ein gesunder Patriotismus den europäischen Horizont braucht.
Was du in dieser Folge erfährst:
Mythos Nationalfeiertag: Was wir am 26. Oktober geschichtlich tatsächlich feiern und warum die immerwährende Neutralität bis heute für Diskussionsstoff sorgt.
Das Zwiebelmodell der Identität: Warum deine Herkunft dich zwar prägt, aber keineswegs allein bestimmt, und wie Kultur durch ständiges Aushandeln im Alltag geformt wird.
Patriotismus versus Nationalismus: Worin der entscheidende Unterschied zwischen der Wertschätzung für demokratische Grundwerte und der gefährlichen Abwertung anderer liegt.
Der europäische Horizont: Weshalb das Beharren auf einem rein kleinstaatlichen Denken in einer vernetzten Welt scheitert und wie viel Kraft in unserer gemeinsamen Identität als EU-Bürger*innen steckt.
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Impuls für die Zuhörer*innen:
Frage dich in den kommenden Tagen einmal selbst, welche verschiedenen Schichten deine eigene Identität ausmachen und wo du vielleicht unbewusst Grenzen ziehst. Beobachte im Alltag ganz bewusst, wo du anderen mit echter Anerkennung begegnen kannst, statt dich in bequeme Schubladen zurückzuziehen.
Erwähnte Quellen, Projekte & weiterführende Links:
Haus der Geschichte Österreich: Das Webportal bietet fundierte historische Einblicke in die Unterzeichnung des Staatsvertrags 1955 und den Weg zum österreichischen Nationalfeiertag.
Parlament Österreich: Die Informationsplattform des Parlaments dokumentiert das Bundesverfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität vom 26. Oktober 1955 im Wortlaut.
Europäische Union: Das offizielle Informationsportal vermittelt Wissenswertes über die Institutionen, Grundwerte und die gemeinsame Identität der Mitgliedsstaaten.
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Transkript anzeigen
00:00:12: Identität, Nationalismus und die Kunst des Zusammenhalts.
00:00:17: Darüber spreche ich heute in meiner kurzen Podcast-Folge.
00:00:20: mein Name ist Christa Klaupoffer Krampel Ich bin der Hostesspodcast Zorn & Zuversicht Und wir sind jetzt kurz vor dem sechsohnzwanzigsten Oktober.
00:00:31: Der sechsohnzwanzigste Oktober für alle, die in Österreich sind Wissens.
00:00:34: Für all die außerhalb von Österreich zuhören das ist der österreichische Nationalfeiertag und so kurz vor diesem österreichischen national feiertag beschäftigt mir natürlich das Thema Identität und Nationen, Nationalität, Nationalismus, Patriotismus.
00:00:51: Das beschäftige mich schon ganz massiv.
00:00:57: Man hört sehr oft, Österreich gehört den Österreichern.
00:01:01: Wer erlebt muss sie anpassen?
00:01:03: Uns was uns gehört!
00:01:05: Das sind schon sehr starke Sätze und ich muss ganz ehrlich für mich zugeben – also ich sage es ja auch ganz öffentlich – ich tue mir manchmal ein bisschen schwer.
00:01:15: Ein bisschen schwer mit diesem Patriotismus, ein bisschen schwer mit diesen Fahnen-Schwenken.
00:01:21: Ich bin stolz auf unser Land.
00:01:26: Genau damit möchte ich mich jetzt ganz kurz ein bisschen beschäftigen.
00:01:29: Ich versuche das, etwas aufzulösen und zu Beginn muss man mal darüber reden was ist eigentlich dieser sechsunzwanzigste Oktober?
00:01:37: Dieser sechsohnzwanziggeste Oktober?
00:01:39: wir kennen glaube alle hier in Österreich das Bild der damalige Außenminister, der bald Fiegel steht am Balkon des Belveders und heute einen Staatsvertrag in die Menge und wir jubeln.
00:01:51: Fakt ist aber, dass das so gar nicht so stimmt.
00:01:54: Weil dieser Staatsvertrag wurde schon im Mai davor unterschrieben.
00:01:58: Wir sind im Jahr nineteen fünfundfünfzig Und was wir tatsächlich am sechsohnzwanzigsten Oktober feiern, ist dass wir als erster Akt der vollständigen Souveränität in Österreich.
00:02:09: Also im fünfundswanzigste Zehnten ist das letzte Soldat aus Österreich abgezogen und am sechsundzwanziger Zehntem – das war der erste Tag wo wir die vollständige Souveranität quasi hatten – wurde die immerwährende Neutralität beschlossen.
00:02:23: Diese Neutralitet hat dann Immensenwert in Österreich hat Potenzial für ganz viele Diskussionen und mit dem Krieg quasi in Europa, er hat es natürlich an Relevanz und auch an Präsence gewonnen.
00:02:40: Mir ist schon völlig bewusst, dass wir mit Bildern arbeiten müssen.
00:02:43: Dass wir mit Symbolen arbeiten müssen um Identität zu schaffen.
00:02:46: Deshalb wird wahrscheinlich auch dieses Bild immer wieder verwendet.
00:02:50: aber das ist mir auch glaube ich ganz wichtig.
00:02:53: Das wäre ein bisschen auflösen wie.
00:02:56: was ist es eigentlich wirklich?
00:02:59: Warum?
00:02:59: Ich habe mir dann überlegt, warum fühle ich mich eigentlich manchmal so ein bisschen unwohl mit diesem Nationalismus und mit diesem Patriotismus.
00:03:07: Das ist jetzt das Gefühl wir verlieren uns ein bisschen im Kleinklein.
00:03:10: Wir verlieren unser bisschen in dem... Also Österreich ist nicht groß, Österreich ist ein kleines Land und wir verliern uns also ein bisschen in den, was wir halt innerhalb dieser kleinen Grenzen eigentlich, was unsere Identität ist oder sein kann oder sein könnte.
00:03:28: Und jetzt habe ich Identität schon ein paar Mal gesagt.
00:03:29: Was ist denn Identität eigentlich?
00:03:31: Wenn wir über Identität reden, reden wir übers Individuum und darüber wer bin ich.
00:03:37: Wer bin ich?
00:03:38: Das kann mein Geschlecht sein, das kann mein Alter sein, es kann mein Beruf sein, dass können Werte sind denen ich mich verpflichtet fühle aber auch Herkunft und Kultur.
00:03:48: Und Herkünft und Kultur ist etwas das für meinen Empfinden schon sehr strapaziert wird.
00:03:55: diese Begriffe Was ist jetzt diese Herkunft?
00:03:58: Diese Herkünft, wo bin ich aufgewachsen.
00:04:04: Wie wird das Umfeld ausgeschaut?
00:04:06: Welche Religion zum Beispiel?
00:04:09: Und diese Herkomfte prägt uns ohne Zweifel aber sie bestimmt nicht unsere Identität.
00:04:14: Ich kann einfach auch mehrere Zugehörigkeiten haben.
00:04:18: Also wenn ich von mir rede dann könnte sagen, ich bin Frau, Mutter, Grazerin, Steirerin oder Österreicherin Ich bin eine U-Bürgerin und am Ende des Tages bin ich Mensch.
00:04:30: Das ist wie ein Zwiebel, Schicht für Schicht bedeutet was anderes und alles ist richtig, alles ist meine Identität.
00:04:39: Und dann gibt es den Begriff der Kultur.
00:04:43: Kultur erkennen wir ganz oft erst dann wenn wir jemandem gegenüberstehen das halt anders macht und erst so erkennen wir wie meine Kultur ist.
00:04:55: Also Kultur, ich komme nicht auf die Welt und das ist schon in mir angelegt.
00:05:00: Und quasi in meiner DNA verankert.
00:05:03: Sondern Kultur ist halt auch das was ich gelernt habe.
00:05:07: Und alles was ich lernt hab kann ich auch verändern!
00:05:10: Alles was ich gelernt habe, kann ich auch wieder verlernen.
00:05:15: Und kulturelle Unterschiede sind nicht unüberwindbar.
00:05:19: Kulturell Unterschiede, man kann sie annähern und bestimmte Dinge einfach je nach Kontext komplett verändern.
00:05:28: Die Frage, die ich mir eher stelle oder die finde, die wir stellen müssen ist nicht, welcher Mensch hat welche Kultur?
00:05:36: Sondern welche Unterschiede wollen wir und welche Unterschieden halten wir heute in dem Kontext jetzt auch nicht aus.
00:05:43: Und wenn ich überlege zum Beispiel was ich ja gar nicht aushalt, was mich wahnsinnig macht das ist so ein Menschen auf den Boden spucken Das steigt sich mehr hoch, das ist der zu einem Moment für mich.
00:05:58: Ich bin früher beruflich immer wieder nach Asien gereist und in dem Kontext habe ich ganz oft gesehen, dass Menschen einfach beim Essen, nachem Essen auf den Bodenspucken weiß halt einfach dort so gelernt ist.
00:06:11: Und das ist für mich was eklig für Menschen dort war es – ich weiß nicht entweder haben sie gar nicht darüber nachgedacht oder das war sogar kulturell positiv!
00:06:21: Also die Frage ist eigentlich eher auf was einigen wir uns, je nachdem dort wo wir halt sind.
00:06:27: Wenn du zu mir nach Hause kommst dann zieh bitte die Schuhe aus weil ich mag nicht dass du mit dreckige Schuhen in mein Haus gehst aber welche Schuh du an hast das werde ich da nicht sagen.
00:06:38: wenn wir über Identität sprechen Eine Sache ganz essentiell und das ist die Anerkennung der Identität.
00:06:45: Wir können uns alle vorstellen, dass... Also zum Beispiel ich als Person, ich lebe es viele Jahre schon in Graz.
00:06:52: Ich bin aber nicht in Graze geboren!
00:06:55: Ich bin vom Land.
00:06:57: Ich sage aber trotzdem, ich bin Grazerin, weil ich bin seit fünf oder zwanzig Jahren Zirkulär in Graza.
00:07:01: Wenn jetzt jemand kommen würde und sagt naja also das stimmt ja nur heuward?
00:07:06: Weil du bist ja da nicht geboren Dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie ich darauf reagiere.
00:07:11: Entweder ich streng mich wahnsinnig an um meinem Umfeld zu beweisen dass ich da herkör und das ich genau das Recht habe zu sagen Ich bin Kratzerin weil ich hab mit so hundert Prozent nicht noch angepasst ich bin völlig assimiliert.
00:07:25: also ich gehe quasi auf in den Pool an Kratzern und Kratzarinnen Wird aber vermutlich das, was meine Herkunft betrifft.
00:07:34: Das, was ich aus meiner Herkünft mitgenommen habe und was ich vielleicht auch gut finde?
00:07:39: Und womit ich mich wohlfühle, dass Teil meiner Identität ist einfach negieren.
00:07:43: oder die zweite Möglichkeit ist zu sagen na ihr wollt's mir eh nicht also tu es so wie ich will und wie ihr euch das vorstellt komplett wurscht.
00:07:53: Und ich finde beides nicht gut im Sinne von Zusammenleben, wie gehen wir miteinander um und welche Regeln haben wir uns als Gesellschaft miteinander quasi ausgemacht?
00:08:06: Das ist wie so ein kleiner Vertrag den wir uns unbewusst ausmachen, wie wir zusammen leben wollen.
00:08:14: Also halt mal fest, Identität ist wichtig, Identitet braucht Anerkennung.
00:08:20: Ganz zu Beginn habe ich schon gesagt, dass man immer ein bisschen schwer mit diesem Nationalismus oder nationalstalls Patriotismus.
00:08:27: Und wenn man sich diese Begriffe anschaut und mir war das nicht klar – und deshalb löse sie jetzt auf!
00:08:32: Ich weiß nicht vielleicht, wisst ihr eh alle, dass es der Unterschiede gibt?
00:08:36: Für mich war's nicht so
00:08:37: offensichtlich.".
00:08:38: Und deshalb finde ich es sehr wichtig.
00:08:40: Patriotismus ist einmal grundsätzlich die Wertschätzung gegenüber am Land und seiner Kultur seinen Menschen, das hat noch nichts mit irgendeiner Abgrenzung nach außen zu tun.
00:08:51: Das ist einfach ein positives Zugehörigkeitsgefühl.
00:08:55: Zum Beispiel Fußball, Weltmeisterschaft, Österreich spürt wahnsinnig gut.
00:09:00: Gewinn sehr viel – gehen wir davon aus!
00:09:02: Dann fühlen sie sich ja für Menschen sehr patriotisch gegenüber nicht nur dieser Mannschaft sondern gegenüber dem Land und das ist ein positives Gefühl.
00:09:13: ich gehört dahin Ich fühle mich da wohl, ich finde es einfach gut was da passiert.
00:09:18: Ein zweiter Begriff der auftaucht des Nationalstolz.
00:09:24: Das ist dieser Stolz, den ich empfinde wenn ich an meine Nation denke.
00:09:28: Und das finde ich so relevant.
00:09:29: Eine Nation ist nicht gleich ein Land.
00:09:33: Patriotisch kann ich zu meinem Land gegenüber sein.
00:09:36: Es hat also auch etwas damit zu tun was finde ich gut?
00:09:38: und der Politik in meinem Land.
00:09:40: An einem Rechtssystem zum Beispiel.
00:09:43: aber eine Nation muss nicht innerhalb von Grenzen stattfinden.
00:09:47: Also denke ich zum Beispiel Kurden Kurden, es gibt die kurdische Nation.
00:09:52: So ist das eigene Empfinden.
00:09:55: Sie haben aber kein gemeinsames Land.
00:09:58: Es gibt nicht, wie würde man das Land nennen?
00:10:01: Aber es gibt nicht das kurdischem Land innerhalb von bestimmten Grenzen sondern die leben in verschiedenen Ländern und die fühlen sich einander zugehörig einfach aufgrund einer gemeinsamen Geschichte muss man dazusagen, auch Nationen ist ein menschenkonstruiertes Gebild.
00:10:16: Also das ist nicht in meiner DNA einfach angelegt aber es ist natürlich das wo ich mich zugehörig fühle aufgrund von Kultur und Traditionen.
00:10:26: Und dann gibt's den dritten Begriff.
00:10:29: Das ist Nationalismus und ich finde dass das am Ende des Tages wahrscheinlich der problematische Begriff geht.
00:10:39: Nationalismus, da geht es nämlich um Ausgrenzung von anderen.
00:10:43: Da geht's darum zu sagen wir sind überlegen.
00:10:46: Mein Interesse ist wichtiger als dein Interesse und fremde Einflüsse schaden uns komplett.
00:10:52: also wenn du jetzt kulturell irgendein Einfluss zu mir in meine Wohnung bringen würdest lehne ich.
00:10:57: deshalb wird das Macht an Schaden und dass will ich nicht Und wir sind aktuell im Zeiten.
00:11:09: Ganz offensichtlich haben wir recht große Krisen weltweit, also multipolare Krisen.
00:11:14: Wir haben unterschiedliche Kriegsschaubleizei und wir haben eine wirtschaftliche Situation die nicht nur sehr herausfordernd ist, sondern auch eine Klimakrise, wo wir nicht so ganz genau wissen wie man damit umgehen soll individuell und was passiert da?
00:11:30: Und können wir sie abwenden?
00:11:32: Natürlich ist es so dass wir dann halt suchen in Dingen kennen.
00:11:39: Das heißt, wir suchen halt vielleicht innerhalb der Grenzen bei innerhalb von Österreich.
00:11:43: heute mal heutzarmann da kennt man sich Wir wissen wie unsere kulturtig da passiert uns jetzt nichts.
00:11:50: also das Ich kann das ich kann das verstehen und ich glaube es ist auch wichtig für eine zugehörigkeit.
00:11:56: ich finde nur wenn was überstrapaziert Dann wird's schwierig dann wird gefährlich.
00:12:03: dieses wir für unser österreich wir für uns Das klingt ja erst mal recht gut, oder?
00:12:11: Also wir passen auf uns auf.
00:12:13: Ich schaue, dass es dem anderen Österreicher der Anderen Österreicherin gut geht, weil wir kümmern uns um uns.
00:12:19: Wenn das aber heißt, dass wir uns nur um uns kümmern, aber um alle anderen nicht, weil alles andere ist schlecht, dann wird's wirklich gefährlich.
00:12:26: und vor allem stimmt so auch nicht.
00:12:28: Wir sind ein sehr kleines Land.
00:12:31: Man muss das schon in einem größeren Kontext sehen.
00:12:34: Wir genießen ja auch Schutz weil wir zum Beispiel innerhalb der EU sind.
00:12:41: Wir sind so stark nicht nur innerhalb der Europäischen Union verankert, sondern in der Weltwirtschaft verankern, dass wenn wir sagen würden, wir ziehen die Mauer hoch und schließen die Grenzen sowohl für Menschen als auch für Warnflüsse – ich glaube jetzt nicht, dass wir das so einfach schaffen könnten!
00:13:01: Und ich glaube alle Menschen, die zum Beispiel auf die Straße gehen und österreichische Fahnen schwenken im Sinne von einem Nationalismus.
00:13:10: Die würde ich gern fragen, habt ihr dann eure Fahne produzieren lassen in einer oberösterreichischen Leinendruckerei?
00:13:18: Oder wo kommt dieses Produkt her so dass ihr es euch dann auch leisten könnt?
00:13:23: also dieses wir schirmen uns ab wir gehen zurück innerhalb von unseren Grenzen.
00:13:27: das glaube ich das funktioniert halt einfach nicht.
00:13:32: Über das alles nachdenken habe ich mich dann gefragt, finde jetzt Patriotismus falsch?
00:13:36: Und nein, ich finde Patriotismus nicht falsch.
00:13:39: Ich finde, Patriotismus ist eigentlich etwas sehr Gutes.
00:13:43: Patriotismo ist für mich dann gut wenn ich sage, ich bin gern Österreicherin weil ich mag nicht nur das Land also die Landschaft, ich mag die Berge und die Seen sondern auch unsere Rechtsstaatlichkeit.
00:13:55: zum Beispiel.
00:13:57: Ich mag es, dass ich weiß wenn ich mich verletze oder wenn ich krank bin wird mir Hilfe geboten.
00:14:04: Also ich kann ins Krankenhaus fahren!
00:14:07: Ich mag das, mein Batteriatismus ist deshalb groß, aber ich lebe in einem Land wo Meinungsfreiheit herrscht.
00:14:19: Meine Meinung über bestimmte Personen einfach sagen, und ich dürfte das.
00:14:23: Und das finde ich einfach großartig!
00:14:25: Das ist der Patriotismus, den ich wirklich gut finde.
00:14:28: Hast du es jetzt alles super?
00:14:30: Nein, natürlich nicht.
00:14:31: Natürlich gibt's Dinge, die bei uns nicht supergut laufen.
00:14:35: Wo man sieht, dass wir sogar schlechter sind, wir müssen was tun, Stichwort Gesundheitssystem.
00:14:41: Aber was ich halt für noch schwieriger finde, ist wenn wir zurückgreifen auf nicht nur das Alte sondern weiß nicht ob es das Wort gibt.
00:14:49: Das Voralte also das No-Vö-Ölter ist und glauben dann wird alles wieder besser weil naa wird's ned.
00:14:56: Die Welt hat sich weitergedreht die Welt hat sie verändert Wir haben andere Rahmenbedingungen Und viele alte Dinge haben wir schon damals nicht funktioniert.
00:15:07: Und abschließend ist mir total wichtig, dass ich noch über einen Punkt trete.
00:15:11: Nämlich über unsere Identität und vor allem auch im Zuge dieses Nationalfeiertags nicht nur über unsere identität aus Österreich und Österreich erinnern sondern unsere Identitäten in Europa.
00:15:23: Wir sind also... Ich war, ich glaube es waren zwanzig vierundzwanzig, zwanzi-dreihundzwanzig, weiß nicht mehr so genau weil dienstlich in Brüssel und ich habe mich von der Stadt sehr wenig angeschaut arbeiten musste.
00:15:35: Aber ich war in diesem europäischen Viertel und ich kann mir erinnern, du kommst dort an, fährst mit der U-Bahn an und fahrst dann die Rolltreppe hoch und stehst da mitten da drinnen und Europa flacken rundherum.
00:15:48: Du hast ganz viel Sprachen!
00:15:50: Du spürst einfach ... Moment jetzt also so ist es mir gegangen dieses Woa.
00:15:55: oh jetzt bin ich in meiner Hauptstadt und das hat ganz viel gemacht mit mir.
00:15:59: Und diese Identität, diese Zugehörigkeit zu am größeren Ding.
00:16:05: Die würde ich mir so sehr wünschen und ich würde mich so sehr wünschen, dass wir alle viel mehr verstehen wie wichtig das ist für uns auch als kleines Land diesem großen Anzug gehören.
00:16:18: Und ich würde mir auch für mein Kind wünscht, der kann schon nach Wien auf Schulandwoche fahren.
00:16:23: Wien ist schön hat eine Geschichte aber fortschaut es sich nach Brüssel an was das heißt für uns und spürts diese Identität, die wir dort haben.
00:16:33: Und in diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Nationalfeiertag wenn ihr den diesen feiert!
00:16:40: Ich glaube, das ist ganz unterschiedlich.
00:16:42: Es gibt landesweit sehr viele Wandertage wie ich weiß.
00:16:46: Man kann sich auch die Heeresschau anschauen.
00:16:48: Das habe ich ja schon einmal gemacht und auf alle Fälle ein Erlebnis.
00:16:52: Also habt einen schönen Nationalfeiertag, habt eine schöne Woche!
00:16:55: Und ich freue mich auf nächste Woche und macht es gut!
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