Airan Berg: Über Wissenschaft, Kunst und Staunen im Zirkus des Wissens - Folge 30
Shownotes
Wissenschaft ist wichtig, trocken und findet nur in Laboratorien statt? Von wegen! In dieser Folge von Zorn & Zuversicht spreche ich mit einem Mann, der die Grenzen zwischen Hochkultur, Wissenschaft und Gesellschaft radikal einreißt: Airan Berg, Zirkusdirektor des Zirkus des Wissens an der Johannes Kepler Universität Linz. Gemeinsam tauchen wir ein in einen Raum, in dem Wissenschaft durch Kunst, Tanz und Emotion für alle Menschen zugänglich wird – und stellen uns der Frage, wie wir durch echtes Staunen und Partizipation unsere Gesellschaft verändern können.
Was du in dieser Folge erfährst:
Der Zirkus des Wissens: Wie an einer Universität ein einzigartiger Ort geschaffen wurde, der hard-core Forschung und wissenschaftliche Erkenntnisse in spielerische, sinnliche Theatererfahrungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verwandelt.
Kunst als Brückenbauer: Warum interdisziplinäres Denken (und der Schritt von STEM zu STEAM) Barrieren abbaut, Skepsis gegenüber der Wissenschaft abbauen hilft und Bildung durch Erleben gelingt.
Die Macht der Partizipation: Wie partizipative Großprojekte (von der Klangwolke bis hin zu internationalen Bürger-Bühnen) echten Zugang und kulturelle Teilhabe für alle Gesellschaftsschichten ermöglichen.
Das Plädoyer für das Analoge: Warum echte menschliche Begegnung, das gemeinsame Schreiben mit Hand und der Raum für das gemeinsame Staunen in einer zunehmend digitalen Welt wichtiger sind denn je.
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Impuls für die Zuhörer*innen: Hör nicht auf zu staunen! Wenn wir die Welt verstehen wollen, brauchen wir nicht nur kalte Fakten, sondern den emotionalen Zugang und den Mut, Dinge gemeinsam durch Kunst und Neugier neu zu fühlen und zu verhandeln.
Erwähnte Quellen, Projekte & weiterführende Links:
Zirkus des Wissens (JKU Linz): Das Theater- und Wissenschaftsprojekt an der Johannes Kepler Universität Linz für alle Generationen. Zirkus des Wissens – JKU Linz
Die Macht des Staunens & Kulturprojekte: Erwähnte Großprojekte wie I Like to Move It Move It, die Klangwolke oder partizipative Produktionen in Linz und Istanbul.
Wissenschaftliche & Künstlerische Referenzen: Das Zusammenspiel aus naturwissenschaftlicher Forschung (z. B. Zellbiologie/Zilien-Forschung) und künstlerischer Darbietung (wie dem Tanz der Zilien).
Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Transkript anzeigen
00:00:12: Ja, hallo.
00:00:12: Herzlich willkommen zu Zorn und Zuversicht!
00:00:15: Mein Name ist Christa Kleuper-Verkrampel.
00:00:16: ich bin der Host dieses Podcasts und eigentlich ganz ursprünglich wollte ich eine ganze klassische Folge zur Wissenschaftskommunikation machen.
00:00:26: Das beschäftigt mich schon ein bisschen länger, habe so ein bisschen ein Thema damit weil ich das Gefühl hab da spricht eine Elite zu einer Elite.
00:00:33: deshalb wollte ich das Thema aufgreifen.
00:00:35: Jetzt habe ich mir überlegt, es geht nicht nur um Wissenschaft sondern es geht eigentlich um sehr viel mehr.
00:00:41: Es geht darum komplexe Themen für Menschen so aufzubereiten dass sie verständlich werden.
00:00:48: Das heißt wir reden nicht nur über Wissenschaft.
00:00:49: warum?
00:00:50: Ich glaube das ist wichtig in einer politischen Situation in der wir halt sind.
00:00:54: Wir wissen das glaube ich alle.
00:00:56: Wahlen in Sachsen-Anhalt waren gerade und umso wichtiger finde ich dass wir über dieses Thema sprechen und heute habe ich einen sehr spannenden Gast Bei mir und zwar ist das Iranberg seines Zeichens Zirkusdirektor.
00:01:12: Ja, reicht es als Ankündigung oder muss man über dich noch ein bisschen mehr erzählen?
00:01:17: Sagen wir
00:01:17: mal.
00:01:18: Na ja, willkommen im Zirkust des Wissens!
00:01:22: Ich darf mich Zirkusdirektor nennen nicht in einem normalen Zirkuss sondern in einem sehr speziellen Zirkuz dass von einer Universität gebaut und erdacht wurde Eine Universität, die jetzt nicht bekannt ist das für Theaterstudium oder Musik- oder Tanzstudium sondern wo wirklich Hardcore Research auch nicht nur zu humanistischen Themen sondern auch sehr stark mit Polymer beschäftigt.
00:01:51: Mit KI, mit Quantum Physik, mit einer Business School und einer Law School und der School of Medicine.
00:02:03: Hier gab es die Vision des damaligen Rektors Meinhard Lukas, Wissenschaft durch Kunst zu vermitteln.
00:02:13: Und die haben dieses wunderschöne Theater hier gebaut, den Zirkus des Wissens und ich bin quasi der erste Zirkustirektor.
00:02:22: Ich habe auch viel gegoogelt und Search Engines verwendet.
00:02:27: Ich hab keinen anderen Zirkusstirektor an Universitäten weltweit außer sie ist eine Zirkusschule bis jetzt gefunden.
00:02:36: Und meine wunderschöne Aufgabe hier ist, Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen zusammenzubringen und Wege zu finden um das was hier gelehrt erforscht wird in spielerische sinnliche Erfahrungen zu verwandeln auch für Kinder auch Jugendliche aber natürlich für Erwachsene und für die Studierenden hier, um das was Wissenschaft kann nochmals anders zu übersetzen.
00:03:12: Das auch die Beziehung weil letztendlich läuft alles auf Beziehungen.
00:03:17: Alles Lernen ist Beziehunge zwischen Schülerinnen und Lehrerinnen und wenn wir in die Schulen kommen Kinder unter Kinder.
00:03:25: also es ist alle Beziehungsgegen und wir schaffen neue Beziehogen und neue Sichtweisen verquicken, vermengen und schaffen auch neue Prozesse die natürlich auf der einen Seite quasi die Erkenntnisse der Wissenschaft vermitteln.
00:03:45: Und hoffentlich auch weil du die die Wahlen gerade angesprochen hast auch die Skepsis gegenüber der Wissenschaft entgegen zu treten und über diese Beziehungen, neue Erfahrungen.
00:04:04: Und diese Vermittlung als eine Seite der Medaille und auf die anderen ist auch wie kann die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlerinnen und Künstlern auch dazu führen dass WissenschaftlerInnen ihre Arbeit anders sehen?
00:04:19: Und wie können wir, und das ist ein längerfristiger Prozess.
00:04:22: Das passiert nicht alles auf einmal aber wie kann auch die Begegnung mit den Künstlerinnen zu neuen Denkweisen und neue Forschungsweisen bringen?
00:04:32: Da gibt es schon ein paar sehr schöne Beispiele wo wir beginnen zu sehen wie dass was wir hier machen sich auf die Forscher denn auswirkt.
00:04:44: Wir hatten auch schon Forscher der auf der Bühne Professorinnen und Forscher, die hier auch mitgespielt haben.
00:04:51: Was auch sehr schön ist und eine neue Erfahrung ist.
00:04:54: Ja also ... Und es gibt im Zirkus zwei sehr wichtige unterschiedliche Strenge.
00:05:01: Die eine ist diese Zusammenarbeit KünstlerInnen-ForscherInnen wo dann am Ende Theaterproduktionen.
00:05:09: Das ist ein interdisziplinäres Haus das heißt Musik, Tanz Schauspiel Puppenspiel, also wir sind interdisziplinär so wie die Wissenschaft ja auch ist und das ist die eine Schiene.
00:05:21: Wir spielen hier, wir spielen international und auf der anderen Seite die großen Projekte, partitipatorischen Projekten wo Künstlerinnen und zum Teil auch WissenschaftlerInnen oder Studierende von hier sehr viel starke Beziehungen zu der School of Education natürlich weil das ja auch Wissenschaftsvermittlung, Wissensvermittlungen nicht nur wissenschaftliche aber in die Schulen hineingehen oder auch in Sozialleinrichtungen und wo die Begegnung nochmal eine andere ist, obwohl wir sehr intensiv mit den Menschen an der Wissenschaft.
00:06:00: Also dieses Verwandlung von STEM-Fescher Science Technology Engineering Mathematics verwandeln wir in das sogenannte Steam, wo das A für Arts Er ist also Stem zu Steam.
00:06:14: und da haben wir, weil wir gerade uns für die Pressekonferenz der nächsten Saison vorbereiten.
00:06:21: Haben wir uns die Zahlen nochmal angeschaut und es ist ja kein großes Haus wie man sieht und trotzdem sind seit Frühjahr zwanzig zweiundzwanzig schon hatten wir über fünfund siebzig tausend Zuschauerinnen und wir haben über neunhundert Workshops in Schulen gemacht.
00:06:40: Also das ist schon eine ganz beeindruckende Zahl, also man sieht da gibt es sehr viel Interesse auch von Schulen.
00:06:46: Ich muss jetzt für alle die ja nicht hier leben kurz erklären wo wir tatsächlich sind.
00:06:51: Zirkus des Wissens.
00:06:53: Wir sind nämlich in Linz!
00:06:57: In Linz gelingt es.
00:06:58: Andere sagen, in Linz beginnt's!
00:06:59: Ich weiß nicht was es sonst noch so viele Sprüche gibt aber ich bin mir sicher die Mehrheit der Menschen verbinden Linz wahrscheinlich weder mit Kunst.
00:07:10: Wissenschaft war sie jetzt nicht, aber viele werden bestimmt im Kopf haben fest die Industrie.
00:07:16: Linz ist eine sehr große Industriestadt.
00:07:19: umso spannender finde eigentlich mitten am Campus der Universität in Linz dieser Zirkus steht.
00:07:24: Und alle, die zuschauen – es ist ja eine Videoaufzeichnung.
00:07:28: und für die, die nicht zuschaut, erzähle ich's kurz!
00:07:30: Wir sitzen nämlich wirklich in einem Theater, wir sitzen hier auf der Bühne.
00:07:35: Rund um uns sind Publikumsränge und ich war auch selber schon einmal hier und habe mir ein Stück von euch angeschaut also das Wirkliches Theatererlebnis.
00:07:45: Also wir machen jetzt nicht nur Theater für Menschen, die uns zuhören oder auch zuschauen sondern das ist ein Theater und es ist schon sehr ... finde ich schon sehr beeindruckend.
00:07:54: Und du hast auch das Wort Partizipation schon angesprochen weil das möchte ich heute unbedingt noch sprechen Weil ich glaube dass das riesengroßer Hebel ist wenn's drum geht Wissen zu vermitteln Wissenschafts zu vermitteln Oder auch Zuge über Zugehörigkeit wahrscheinlich am Ende des Tages auch zu sprechen.
00:08:10: Jetzt interessiert mich natürlich schon, du bist hier Zirkusdirektor.
00:08:16: Was qualifiziert dich denn als Zirkustirektor?
00:08:18: Und ich glaube es ist wahnsinnig wichtig für die Menschen da draußen das du ein bisschen erzählst was du schon alles gemacht hast.
00:08:25: Ja wenn man älter wird hat man vieles gemacht.
00:08:30: Also ich bin Theatermacher.
00:08:31: also es qualifiziert mich nichts eigentlich zirkusdirektor und Kunst- und Wissenschaft zu vermitteln aber ich glaube dass was man für diese Arbeit braucht.
00:08:42: Also ich war immer ein extrem neugieriger Mensch, meine Frau ist Physik-Lehrerin und unsere Tochter halt Art and Science studiert noch bevor ich diesen Job hatte.
00:08:52: das heißt Ich musste aufholen innerhalb der Familie, ich war der die mit der Wissenschaft nichts zu tun hat weil natürlich als Künstler der schon in der Schule wusste dass er Theater machen will und jemand den nicht heute würde man wahrscheinlich sagen ich habe ADHD.
00:09:09: Damals gab es das ADHD noch nicht, aber ich konnte nicht lang Rumsitzen in der Klasse.
00:09:13: Das waren
00:09:14: ADHS für alle
00:09:15: die eher genau und also die Neugierde ist was ganz Wichtiges um die Fähigkeit und Ich glaube dass verbindet ja auch die Kunst und die Wissenschaft Die Möglichkeit des Staunens Weil da beginnt wenn man staunt Ist Es Ja Auch Etwas Was Man sich Nicht Erklären Kann dieses Wow-Effekt.
00:09:39: Und das ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der Kunst wahnsinnig wichtig.
00:09:44: und was mich immer interessiert hat, ich habe ja in Wien das Theater ohne Grenzen gegründet als Puppenteater für Erwachsene mit der Martina Winkel zusammen und auch des Festival die Macht des Staunens – es ist auch kein Zufall wo wir Puppen theater für Erwachsenen überhaupt eingeführt haben Anfang der neunziger Jahre Aufgrund unseres Studiums oder auf Bale mit Schattentheater und Maskentanz.
00:10:15: Dann habe ich das Schauspielhaus übernommen, hab daraus ein sehr internationales Haus.
00:10:19: gemacht, wo Künstler und Künstlern gearbeitet haben die man in Wien überhaupt nicht kannte.
00:10:24: Und weil mich hat immer auch dieser Blick von außen interessiert.
00:10:27: wie sehen andere unsere Gesellschaft?
00:10:30: Und jetzt sind wir auch die Künstlerin.
00:10:31: dann habe ich die Kulturabstatt in Linz.
00:10:33: also ich hab eine Linz Geschichte.
00:10:34: deshalb denke ich dass nach Linz Nr.
00:10:36: neun schon viele auch Linz mit Kultur verbinden.
00:10:39: also vorher war so Underground Culture aber es hat sich schon durch die Kultur abstand sehr viel hier verändert an der Wahrnehmung von Linz.
00:10:48: Es hat das schon gebraucht, damit man weiß dass es hier nicht mehr schmutzige Luft ist sondern eigentlich die sauberste Luft in Österreich aller Städte.
00:10:55: tatsächlich ja nach dem...
00:10:58: Aus Graz kommen ist das besonders interessant weil in Graz haben wir nicht die saubere Städter.
00:11:02: Ja weil Linzi hat.
00:11:05: Und alle können das nicht
00:11:06: haben.
00:11:06: Genau alle können es nicht haben.
00:11:10: und also Interdisziplinär zu denken, ich glaube das ist etwas ganz Wichtiges.
00:11:16: Das hat meine Theaterarbeit immer geprägt.
00:11:18: Ich war nie interessiert an diese... Der Ursprung allen Theaters der viel aus Ritualen kommt.
00:11:26: Theater war immer interdisziplinär.
00:11:29: Das griechische Theater mit Masken, mit Tans im nicht-westlichen Welt auch mit Musik.
00:11:35: Dann kam das Bürgertum und er sagte, es ist Sprechtheater.
00:11:38: Ihr dürft sprechen.
00:11:39: Opa, ihr dürft singen.
00:11:41: Und Tanztheater, ihr dürfen tanzen!
00:11:42: Und plötzlich durften wir nicht mehr die tollsten Dinge miteinander tun weil sie durften nur sprechen, sie durfte nur singen oder sie durft nur tanzen.
00:11:51: Gott sei Dank vermischt sich das alles wieder.
00:11:53: also das ist etwas dass mich immer interessiert hat dieses Interdisziplinäre.
00:11:58: und jetzt kommt hier noch die Wissenschaft dazu und die Wissenschaft ist auch interdisziplinär.
00:12:03: Dann ein anderes wichtiges Ding und auch etwas, das meine Karriere, wenn man das Wort benutzen will, geprägt hat ist das Thema der Inklusion.
00:12:14: Schauspielhaus war ein mehrsprachiges Haus.
00:12:16: in der Schausspielhauszeit haben wir Hunger auf Kunst und Kultur gegründet also aus die wirtschaftliche Inklusion.
00:12:24: Das Schauspielhaus hat als einziges Theater in Österreich Gebärdensprachübersetzungen angeboten und spezielle Programme für sehbehinderte Menschen.
00:12:34: Das setzen wir hier auch fort, jetzt holen die anderen Theater langsam nach dass das ist.
00:12:39: Und das warum ich glaube ein wichtiger Grund warum unsere Zuschauerzahlen so hoch sind, ist es in langen Gesprächen mit der Universität haben wir beschlossen dass wir dieses Theater als pay as you can, spende es so.
00:12:59: Sodass so vielen Menschen wie möglich diese Übersetzung der Wissenschaft durch Kunst wahrnehmen können.
00:13:09: und wir kriegen so viele Meldungen auch aus Schulen das sie sonst gar nicht kommen würden können weil so viele Familien eine der reisten Länder der Welt, sich die vier-fünf Euro Theaterkarten für Kinder oder Jugendliche nicht leisten können.
00:13:25: Und früher haben es die Schulen aufgefahren, weil da waren's zwei oder drei.
00:13:28: Aber jetzt sagen Lehren, es sind fünfzehn, sechzehn Familien und dadurch ... Für die Schulen ist das quasi umsonst.
00:13:37: aber manchmal kommen sie mit einem Kuvert und sagen, die Kinder haben gehört dass hier dieses Pays you can Und das ist so bewegend, dass die Kinder wollten und sie kommen so auf deinen Loschalm.
00:13:49: Ich war schon mal hier!
00:13:52: Ich habe das an das gesehen und es ist immer schön... Also diese Zugänglichkeit, weil der Studium ist ja auch quasi im Grunde umsonst Und die öffentlichen Veranstaltungen sind PSU-Cann.
00:14:05: Das funktioniert sehr gut, weil man merkt ... Die, die mehr haben, geben auch mehr an der Kasse.
00:14:09: Aber es ist eine Black Box.
00:14:11: Niemand wird ... muss sich schämen wenn sie nur wenig
00:14:15: ... Niemand
00:14:15: sieht was reingekommen wird
00:14:16: und somit ... Muss man nicht Sorgen haben dass irgendjemand sagt jetzt nur zwei Euro oder?
00:14:22: I don't
00:14:22: know.
00:14:22: Also das ist PSU Can und das entscheidest du.
00:14:28: Für mich ist diese Offenheit ganz wichtig.
00:14:29: Offenheitszutemen Offenheit zum Menschen, die nie mit Theater zu tun hatten.
00:14:35: Und Offenheiten der Künstlerinnen, die mit Wissenschaft zu tun haben.
00:14:37: Also das ist ... Unsere Prozesse sind auch andere als wenn ich sage Ich such jetzt eine Regisseur der Regisseuren für Hamlet Für die eine Millionste Fünfhunderttausend Produktion von Hamlet.
00:14:48: Da wissen wir wie es geht.
00:14:49: Wir müssen's besetzen Design'n und alle wissen was sich zu tun hat.
00:14:53: Wir machen unsere Abläufe Es gibt klare Rollenverteilung usw.
00:14:58: Hier entsteht alles.
00:15:00: Und das heißt der Prozess ist, dass ich zuerst und da muss ich auch sagen es sind so tolle Kolleginnen und Kollegen an der JKU die auch selber neugierig sind und Interesse hatten.
00:15:11: Und uns auch aufgenommen haben vielleicht am Anfang mit etwas Skepsis oder nicht wissend was wird
00:15:17: draus.
00:15:17: Man muss sich schon einlassen können nach dem System?
00:15:20: Genau!
00:15:20: Das heißt wir haben zuerst einmal... Ich habe sehr viele Gespräche nach innen geführt Und dann, wie sie klar wurde, da ist Interesse und die Künstlerinnen gesucht, wo ich dachte das könnte gut passen.
00:15:35: Dann gibt es das Gespräch zwischen Kunst- und Wissenschaft.
00:15:41: Eine sehr schöne Begegnung war.
00:15:43: Otto Lechner und Anne Bennendt haben ein Projekt zur Photosynthese gemacht.
00:15:48: Das kam von den Künstlern.
00:15:50: Der Otto ruft mich an, den kenne ich viele Jahre.
00:15:53: Du bist jetzt Zirkusdirektor geworden und du hast endlich deine Bestimmung gefunden!
00:15:58: Und ich habe bei ÖA so viel über die Covid-Zeit gehört.
00:16:04: Ich möchte ein Projekt über Photosynthese machen.
00:16:06: Habe ich rausgesucht?
00:16:07: wer sind die Professorinnen und Professoren, die hier bei uns an der JKU Fotosynthesie forschen?
00:16:14: Das war eine Mischung aus Chemie und Physik.
00:16:16: Da gab es einen Treffen wo sich wirklich zwei Welten trafen.
00:16:21: Und der Chef unserer Physik, Fachbereich sagte zu Otto Lechner ja Herr Lechener warum möchten Sie eigentlich etwas über Photosynthese machen?
00:16:30: Und der Otto Leichner sagte wissen sie wir singen über die Liebe und Wir singen Über den Frühling aber wir singe nie über Fotosynthesie!
00:16:41: Und ohne Fotosynthesis gebe es keine Liebe und keinen Frühling.
00:16:47: Die waren so glücklich.
00:16:49: Jemand hat sie erinnert, dass die eigentlich das existenziellste aller Dinger forschen.
00:16:54: Und sofort kam ... Hier ist ein Vortrag von mir da auf YouTube findest du was?
00:16:57: Hier ist sein Ding.
00:16:59: und dann kamen Sie zur Premiere, waren ganz aufgeregt und dann hörte sie, ah ich hab meinen Vortag in dem Song gehört!
00:17:04: Ich habe den Text in dem Text gehört.
00:17:07: Das war so eine freudige Erregung, dass Professorinnen so glücklich waren, dass da ihre Sachen dargestellt wurden.
00:17:15: Es war sehr abstraktund verrückt und komisch.
00:17:17: Aber wir sind bei der Beziehung, oder?
00:17:19: Genau.
00:17:20: Die Beziehungen zwischen diesen Menschen, zwischen diesen Fachbereichen, wenn man so möchte und auch die Emotionen.
00:17:27: Und grundsätzlich sagt man ja – das ist auch mein vielleicht auch Vorurteil aber du wirst mir vielleicht korrigieren oder vielleicht gibst du mir auch recht Wissenschaft und auch aber auch Kunst ist schon etwas sehr elitäres sehr oft.
00:17:42: Und ich weiß, ich habe das von der Stefanie Sagnagel zum Beispiel sehr oft gehört.
00:17:47: Österreichische Autorin Karika Touristin die sagt immer mehr ... sie ist mehr Prolo als Künstlerin und hat studiert in Wien an den Bildenden.
00:17:59: Sie hat einfach super unwohl gefühlt weil es war so elitär Unglaublich, ich weiß noch nicht ob es mal aufgeschrieben ist damit das mir überhaupt merkt.
00:18:09: Bürgerlich und distanziert.
00:18:11: Und ganz oft ist auch meine Wahrnehmung für viele Leute gibt's auch... Es gibt die finanzielle Barriere teilzuhaben aber es gibt auch diese.
00:18:20: man spricht auch von Klassen unterschiedlichen sozialen, sociologischen Milieus wo ich dazugehör' und da gibts schon sehr viel Barrieren.
00:18:29: auch traue ich mich rein, trau ich mich nicht
00:18:31: rein
00:18:34: Habe ich das Gefühl in diesem Zirkus, ist es eine gute Möglichkeit um diese Barrieren auch abzubauen?
00:18:40: Also ich denke, dass ist auch der Grund warum es ein Zirkuss wurde.
00:18:43: Aber in meiner Arbeit also das Theater ohne Grenzen hieß ja auch Theater ohne Grenze um Barriern abzubauten.
00:18:51: Ich glaube mein Leben lang mit der Theaterarbeit die ich mache versuche ich genau gegen dieses Denken.
00:18:58: weil Theater Es gab das Hoftheater, das war immer elitär und dann gab es das Volkstheater.
00:19:03: Das war eben nicht elitäer!
00:19:04: Und Shakespeare waren auch alle drin.
00:19:10: Durch diese Verbürgerlichung des Theaters ist es mehr durch die Kartenpreise, obwohl in Österreich durch die Subventionen ermöglicht wird dass viel mehr ins Theater gehen können als wie im privaten Theater.
00:19:26: Trotzdem ist es so als Künstler oder Künstlerin ja Strategien entwickeln kann wie Hunger auf Kunst und Kultur, wie PSU kennen.
00:19:36: Also es gibt vieles wenn man will um genau diese Barrieren abzubauen oder auch über große participatorische Projekte wo das Publikum nicht nur als zu sehr Rinnen wo wieder nur eine Funktion reduziert oder zu höhere Rinnen.
00:19:55: ich rede immer lieber vom Publikums von The Public, das ist.
00:19:59: und in den großen partizipatorischen Projekten die ich mache oft manchmal auch mit Tausenden von Leuten heißen sie nicht Lion oder Amateure sondern sie heißen Citizen Artists.
00:20:12: Und dadurch sind wir alle Artists.
00:20:14: also es gibt für mich diese drei Ebenen die Professional Artists die kriegen für ihre Arbeit bezahlt.
00:20:19: Dann gibt es die Future Artists, das sind die Kunst-Uni und Theaterkonservatorium Studierende.
00:20:26: Die eine unglaubliche Erfahrung bekommen weil sie mit den Professional Artists arbeiten und auch lernen mit dem Publik anders zu kommunizieren.
00:20:35: und da geht's auch wieder um Beziehungen.
00:20:37: Und dann gibts die Citizen Artists und jede jeder von uns bringt einfach ganz andere Erfahrungen in den Prozess.
00:20:44: Und hier bringen Wissenschaftlerinnen andere Erfahrungs- und andere Tools im Prozess wie die Künstlerinnen, dann gibt es auch hier Projekte wo schon achtzig Kinder auf dieser kleinen Bühne waren, Kinder und Jugendliche weil sie etwas erarbeitet haben und das ist ja auch Teil nicht nur von Beziehungen sondern Lernendurchtun.
00:21:04: also In der Schule wird's mir erklärt, hier kann ich es emotional.
00:21:09: Vielleicht nachher haben wir die Erkenntnisse ... Die Wissensvermittlung entsteht auf einer emotionalen Ebene, auf einer visuellen Ebane.
00:21:17: damit ich mich ... Weil die Bilder merke ich mir vielleicht noch mal anders aber durch die Partizipation lerne ich noch einmal oder merk ich mir die Dinge nochmal ganz, ganz
00:21:28: anders.
00:21:28: Ja und ich bin Teil von etwas also ... Ich bin Teil vom von einem Prozess, von irgendwas das da entsteht.
00:21:36: Jetzt müssen wir kurz bevor wir über dieses Thema der Partizipation sprechen, du hast nämlich schon zwei mal gesagt diese Initiative Hunger auf Kunst und Kultur.
00:21:44: Ich glaube nicht dass alle Hörerinnen wissen was das ist.
00:21:48: Das hast Du ja schon vor sehr langer Zeit...
00:21:51: ...Zwei Tausend
00:21:52: Zwei.
00:21:53: Also das ist schon eine sehr lange Zeit gegründet mit dem Martin Schenk gemeinsam, genau.
00:21:59: Das ist einer der Gründer der österreichischen Armutskonferenz oder?
00:22:02: Genau!
00:22:03: Er arbeitet für die Diakonie und auch doch auch für die Armuts-Konferenz.
00:22:06: Und was ist das genau?
00:22:08: Was macht ihr da und was war der Grund dafür?
00:22:10: Naja, Hunger auf Kunst und Kultur wurde ausgelöst weil ich eben denke dass die Theater vor allem die subventionierten Theater sowieso den Publikum gehören, der Bevölkerung.
00:22:23: Wir sind nur So wie die Politiker und Politikerinnen, die oft denken, dass ihnen das Land gehört.
00:22:28: Und dass das Budget ihnen gehört.
00:22:30: Das sind ja nur temporäre Verwalterinnen.
00:22:33: Und
00:22:33: fast ein bisschen Dienstleistungen?
00:22:34: Genau!
00:22:35: Temporäre Verwalterinnen von Budgets.
00:22:37: Es ist nicht ihr Geld, es ist unser Geld.
00:22:39: Wir zahlen sie auch dort rein.
00:22:41: Und das selbe empfehle ich auch bei Kultureneinrichtungen.
00:22:45: Die gehören eigentlich dem Publikum.
00:22:47: Und wir dürfen Sie eine Zeit lang verwalten, planen, kuratieren – was auch immer.
00:22:53: Und wir müssen schauen, dass die Türen für alle Leute offen bleiben.
00:22:56: Weil das gehört ihnen eigentlich – es ist ihr Eigentum!
00:23:02: Dadurch, dass Armut immer größer wird, wollten wir am Schauspielhaus einen Weg finden... Menschen, die normalerweise nicht ins Theater gehen können weil sie nicht das Geld haben.
00:23:19: und es hat sich dann herausgestellt dass viele, die sich die Pässe geholt haben, die zum Teil langzeitarbeitslose waren oder in der Schuldnerberatung waren früher oft ins Theater gegangen sind.
00:23:29: Sie konnten sich nur nicht mehr leisten.
00:23:31: also hung auf Kunst und Kultur wurde im Schauspielhaus Wien gegründet um Menschen die unter der Armutsgrenze leben zu ermöglichen am kulturellen Leben teilzuhaben Und es war aber nicht missionarisch gedacht.
00:23:46: Ich glaube, nicht dass man Leute missionieren sollte, das sie etwas annehmen wenn Sie nicht dran glauben und dann... Das hat sich ziemlich schnell rumgesprochen und ich habe immer geschaut, dass wir so ein seites Konto haben und hab ganz stark Geld gesammelt damit und es waren keine Freikarten in dem Sinn.
00:24:07: Es waren neun Euro damals wie Regie-Karten.
00:24:09: nur die wurden von anderen bezahlt um auch auf das Thema der Armut noch mal hinzuweisen.
00:24:15: Und wenn du ins Schauspielhaus gekommen wärst und du sagst, ich will eine Karte kaufen für dieses Stück heute Abend dann wurde an der Kasse immer gefragt, möchtest du auch um neun Euro für jemand anderen eine Karten kaufen?
00:24:27: Die ursprüngliche Idee – und es ist ein bisschen korrumpiert weil jetzt so viele Partner sind war, dass du mit dieser Hunger auf Kunst und Kulturkarte genauso wie jeder andere eine Karte bestellen konntest.
00:24:41: Und sagen, wie zahlst du?
00:24:42: Ich habe ein Hunger auf der Kunst- und Kulturpass!
00:24:44: Wenn die Kasse gesagt hat, Iran das Konto ist leer dann hab ich wieder Sponsoren gesucht oder haben mehr bei Premieren gesammelt oder wir alle haben dann mit vereinten Kräften stärker geschaut, dass wir immer genug Geld haben.
00:24:58: auffüllen damit Und dadurch ist nichts signatisiert, du hast da nicht am Abend.
00:25:03: Da stehen die Restkarten, die Studentinnen und dann dahinter stehen die armen Leute mit dem Pass und wenn irgendwas übrig bleibt dürfen sie rein.
00:25:14: Und das sind jetzt immer mehr gewachsen und mehr gewachsen?
00:25:16: Das ist auch ein Verein, dass dich statt Wien unterstützt weil als ich vom Schauspielhaus nach Linz gekommen bin haben wir einen Weg gesucht.
00:25:24: wie kann man Hunger auf Kunst und Kultur am Leben halten?
00:25:27: Das war ein Wunsch der Stadt.
00:25:29: Das hab ich Ihnen auch quasi.
00:25:30: Martin und ich haben gesagt, das geht.
00:25:32: Es gibt jetzt einen Verein der sich drum kümmert ... Aber es ist eigentlich in fast allen Bundesländern, aber ich glaube jetzt ist Salzburg, manchmal sind politische Wechsel machen die ihre eigene Geschichte oder so.
00:25:46: Ja.
00:25:46: Aber es is im Grunde ermöglichtes Leute, die unter der Armutsgrenze leben.
00:25:50: Und deshalb war Martin Schenk ein wichtiger Partner mit dem sozialen Netzwerk.
00:25:56: Dadurch mitgemacht hat und Vertrauen da war in der Sache.
00:26:00: Finde ich voll schön, dass wir jetzt das auch noch einmal so kurz erklärt haben was das ist, aber ich glaube die wissen einfach sehr viele Menschen nicht, dass es das gibt und das ist unbedingt eine Initiative als Service, das es gibt ein zurückgeben, das man wissen sollte und auch teilen sollte.
00:26:17: Aber ich glaube es ist sehr wichtig dass Menschen auch teilnehmen können an der Gesellschaft.
00:26:21: Und da sind wir dann eh schon bei der Partizipation also da sind immer bei der Teilhabe.
00:26:25: Es geht ja zum einen darum teilnehmen zu können im Sinne von Ich kann dort hingehen!
00:26:31: Ich kann das auch konsumieren.
00:26:33: Ich kann einen schönen Abend haben.
00:26:35: Ich könnte mich inspirieren lassen.
00:26:36: Ich weiß nicht in meinen Gedanken einmal eine Reise machen was auch immer Kunst, Kultur möglich macht.
00:26:43: Es geht aber auch darum und da hast du ja einige sehr große Projekte gemacht, also ich habe eine Produktion hier gesehen.
00:26:50: Peter Paola & Panini das haben drei Schülerinnen haben das Stück geschrieben und auch entwickelt.
00:26:58: Das
00:26:59: war eine kleine Produktion?
00:27:00: Ja es ist eine kleine Und wie so ein großes, partizipatives Projekt ausschaut.
00:27:14: Vielleicht kannst du das auch mal ein bisschen erklären?
00:27:15: Das kannst du besser als ich, wenn ich das versuche zu erklären.
00:27:19: Ich würde den Punkt nicht treffen!
00:27:21: Ich möchte bevor ich dazu gehe, weil du etwas ganz Wichtiges gesagt hast... Wir kriegen natürlich bei Hunger auf Kunstkultur extrem bewegende E-Mails oder... Testimonials im Grunde.
00:27:36: Und da hat uns eine Person geschrieben, dass sie in die Armut früher war und plötzlich bricht das ein und kein Job und kein Ding und geschieden und so.
00:27:47: Dass sie gesagt hat ich muss am Naschmarkt immer im Mistkübel nach Essensreste suchen und der Hunger auf Kunst und Kultur pass hat mir meine Menschheit, meine Menschlichkeit wieder zurückgegeben.
00:27:59: Dann weißt du warum man sowas macht?
00:28:01: Warum man es machen muss!
00:28:03: Warum es total wichtig ist, diese Leute nicht auszugrenzen?
00:28:06: Nur weil sie arm sind oder die Sprache nicht verstehen.
00:28:10: Es
00:28:10: geht
00:28:11: um Würde!
00:28:11: Um Würde, genau.
00:28:12: Die Würde ist unantastbar und diese Gedanke der Teilhabe hat mich ja dann geführt dass ich eben viele große Projekte mit Citizen Artists mache und ich muss sagen das erste Wein Linz eben als künstlerischer Leiter für die Darstelle der Kunst bei Linselneuen, bei der europäischen Kulturhauptstadt.
00:28:37: Zwei große participatorische Projekte mitentwickeln.
00:28:39: das eine war das I Like to Move It Move It wo wir mit über zwei tausend Schülerinnen, siebenhundfünfzig Lehrerinnen und über siebzig Künstlerinnen Schule neu gedacht haben und Lernen neu gedacht haben.
00:28:55: Und das war das erste Mal seit vielen Jahren dass ich wieder in einer Schule war.
00:29:00: Und das Zweite war die Klangwolke Nr.
00:29:01: neun, wo auch über tausendfünfhundert Freiwillige damals noch freiwillige aber citizen artists geworden auch durch die Erfahrung ihre eigene klangwolken mit geprägt haben mit gebaut haben mit gespielt haben.
00:29:18: weil für uns war wichtig so dieses Begriff des cultural capital.
00:29:22: wir haben gesagt das cultural Capital der Stadt sind die Bürgerinnen und Weil man in Europa oder im Westen, wenn man etwas mal gemacht hat ist man gleich Experte.
00:29:34: Weil ich plötzlich der Partizipationsexperte... ...weil das auch auf so einer große Bühne war.
00:29:38: Ich hatte keine Ahnung von dem was ich mache.
00:29:40: It Was All Learning By Doing sowie hier im Zirkus ja auch und daraus ist eine Serie für mich sehr wichtige Projekte herausgewachsen.
00:29:54: Also dieses A-Lite-Movie habe ich auch in anderen Ländern aufgebaut und mich auf andere Schulsysteme adaptiert.
00:30:04: Mit Roger Titley, der Künstler dieser große weißen Tiere also alle in Linz kennen noch man findet sie noch in der Stadt habe ich Projekte auch anderswo gemacht in Istanbul ganz großes Projektort mit über vierzig tausend Bürgerinnen über einen längeren Zeitraum.
00:30:20: Und dann die Opern die in Wien im Konzerthaus war und mit der Brunnen Passage Und das Wir-Sind-Wien Festival zusammen entstanden ist, wo eine sogenannte westliche Geschichte die Orfe und Euridike aus unserem griechischen Tradition obwohl die auch eigentlich des Mesopotamian wahrscheinlich kommt aber das führt zu weit.
00:30:40: Und Lele Manchnon diese ganz wunderbare arabische persische Geschichte die in der arabisch islamischen Welt so berühmt ist wie Rome und Julia.
00:30:51: und da ging es eben um Beziehungen.
00:30:53: Wie schafften Beziehung.
00:30:55: Und es war so, zwanzig, sechzehn, siebzehn haben wir angefangen und da begann die große Spaltung Moslems in Europa.
00:31:03: Moslemes und die weil Syrien auseinander gefallen ist usw.
00:31:08: Die und wir?
00:31:09: Identitätspolitik.
00:31:10: Da haben wir das Gefühl gehabt Wir müssen etwas machen, dass uns verbindet.
00:31:15: Beide dieser Geschichten von Orphir Euridike und Leila Matschnoon sind über Love-Loss and Longing.
00:31:22: Wie gesagt, Liebe, Verlustgefühl und Sehnsucht.
00:31:26: Tausende von Bürgerinnen haben in jeder Stadt diese Themen gehabt.
00:31:29: Sie mussten nicht mit Leila und Nunn, sondern sie konnten auch etwas erarbeiten was mit ihrer Love- Loss & Longing zu tun hat.
00:31:37: und das gab eben die große Oper.
00:31:39: Die musste im Vorfeld gemacht werden.
00:31:41: Dann gab es die Ebene der Tiere, weil in beiden Geschichten Kommentare vor.
00:31:44: Und dann gab's die dritte Ebene, wo ... Ich hab seine Methodologie entwickelt, wo Community ist und jeder kann Community sein.
00:31:52: Wir können sagen wir wollen was machen, Theater spielen.
00:31:57: Wir haben's noch nie gemacht.
00:31:58: oder eine Schulklasse oder Jugend am Werk oder wie auch immer.
00:32:03: Und die bekommen Künstlerinnen mit ihnen sieben Minuten Spannende ein Lied, ein Theaterstück.
00:32:10: Ein Tanzstück zu diesen Themen erarbeiten und es wird an einem Tag überall also gezeigt so immer öffentlichen Plätzen um da auch wieder Tausende von Menschen mit diesen Themen zu berühren.
00:32:24: Und das in Australien war eben über die Klimakrise, Flats of Fire und der Ausgangspunkt war aber Schöpfungsgeschichten weil ich suchte einen Thema dass Alle Menschen, die in Australien leben, berührt oft.
00:32:38: In Australien wollen sie immer ... Die Community ist immer über Migration und ihre griechische Identität.
00:32:44: Das lässt immer die Aboriginals außen vor, weil die waren schon da.
00:32:48: Und jeder hat großartige Schöpfungsgeschichten.
00:32:52: Ich hab gelernt nicht müten zu sagen, weil ... Die Aborigines mögen das Wort nicht, es sind Geschichten, die waren, die passiert sind.
00:32:59: Und die haben eben was Wasser Und Fluten und Feuer, auch die Rainbow Serpents, die die Wälder schaffen haben.
00:33:07: Also es sind so unglaublich tolle Geschichten.
00:33:11: Da haben auch Feuerwehrleute gegen diese große Feuerkämpfen mitgewirkt.
00:33:15: Die haben uns den Titel im Grunde geschenkt weil da eine Feuerwehrmann sagte The flames come like giant waves over the trees.
00:33:24: Da war plötzlich das Wasser und dadurch kam ich auf eben diese Floods of fire.
00:33:30: was ich besonders schön finde, ist... Und das passiert mir immer wieder in Gesprächen.
00:33:34: Mein allererstes Podcastgespräch Heuer habe mit der Bediener Ludwig geführt zum Thema Zugehörigkeit und ... Immer wieder!
00:33:44: Es gibt kaum eine Podcastfolge wo dieses Thema zu Gehörigkeit nicht wieder auftacht.
00:33:49: und wenn wir über Partizipationen sprechen und ich darf teils ansammeln genau bei dieser Zugeherigkeit vielleicht
00:33:54: liegt es an dir Vielleicht leitest du das Gespräch immer in die Zugehörigkeit.
00:33:59: Und jetzt
00:34:00: gehören wir auch dazu?
00:34:02: Ich würde ja gar nicht sagen, da mache ich sicher nicht bei mir.
00:34:04: Ich finde Zugeheurigkeit unglaublich wichtig und ich finde sie unglaublich wichtig damit wir das machen können was mir noch viel wichtiger ist nämlich zuversichtlich zu bleiben.
00:34:16: Ich habe mir aufgeschrieben und ich hab es eingangs schon gesagt Über das würde ich schon wirklich gerne auch noch sprechen mit dir und zwar die politische Situation.
00:34:25: Also, ich möchte keine politische Analyse durchführen.
00:34:30: Das liegt mir fern... Die
00:34:31: habe ich aber sehr genau vorbereitet!
00:34:33: Okay, das machen wir im Nachgang.
00:34:35: Ich bin mir sicher, wir können das noch extra aufnehmen.
00:34:38: Nein was mir wichtig ist, ist die Frage wie politisch ist Kunstkultur?
00:34:46: Wie politisch ... Verständlichkeit.
00:34:51: Und was kann diese Form der Kultur, so wie du sie machst für unsere Demokratie tun?
00:35:01: Anscheinend tut es nicht so viel Gutes, wenn wir die Entwicklung sehen.
00:35:06: Ich sage immer, was würde passieren, wenn das nicht tun würden?
00:35:09: Wo wären wir heute ohne dem?
00:35:11: Also ich glaube, für mich ist per se Kunst und Kultur immer politisch.
00:35:16: auch die Entscheidung Nicht-Politisches Theater zu machen oder nur ein Musical, unter Anfang sage ich nur weil Musical ist großartig.
00:35:23: Also das muss man erst mal können.
00:35:25: Musical, dass keine politische Inhaltheit ist auch eine politische Statement.
00:35:29: also unpolitisch sein ist auch Politik.
00:35:32: Ich sah Kunst und Kultur immer als ein politisches Werkzeug.
00:35:38: auch Und ich glaube wenn man noch in die Geschichte von Theater sieht es wurden im griechischen... ich gehe immer wieder dort hin, weil's der Anfang unseres Theaters ist wurden auch politische Themen, es mussten ja auch tagesaktuelle Themen sein in diesen riesigen Theaterfestivales die da mehrmals im Jahr stattgefunden haben.
00:35:57: Die Stücke wurden nicht genommen wenn das gerade passiert.
00:36:03: Es war nicht von Interesse oder?
00:36:05: Ja weil es ist von Interessen und es wurde dort, weil es keine Radio-Sender gab und Fernseher wurde dort im Theater auch das politische und das tages aktuelle oft abgehandelt sei es als Komödie oder als Tragödie.
00:36:20: Und Kunst und Kultur ist auch eine Art von Ventil mit dem sozialen Druck, der politischen Druck auszugehen.
00:36:25: Das ist auch ein Form.
00:36:27: Deshalb sind ja vor allem Theater schaffende, weil Theater etwas live ist.
00:36:31: das ist schwer zu kontrollieren.
00:36:33: Es ist kein Zufall dass sogar Nestroy zweimal verhaftet wurde auf offener Bühne weil er etwas gesagt hat was er nicht hätte sagen dürfen.
00:36:39: also die Sensor- und totalitäre Regime fürchten ja das Theater am meisten weil ein Film kann es verbrennen.
00:36:46: Ich traur den nicht aus, ich schneide ihn.
00:36:48: Ein Buch kannst du verbrennen aber ein Theaterstück mit lebendigen Leuten ... Du kannst ihn nur inhaftieren und dann sind andere... Und
00:36:55: erst
00:36:56: danach?
00:36:57: Also da ist
00:36:57: das Ding schon gesagt gespielt.
00:36:59: Genau.
00:37:00: Weil Nestroy waren sehr Demonstrationen vor dem Gefängnis die mussten ihm immer wieder rauslassen also hätten sie die Türe eingestürmt.
00:37:08: Deshalb denke ich Theater ist immer politisch und auch zu sagen wir als Uni bauen einen Theater Und wir vermitteln Wissenschaft durch Kunst ist auch ein ganz stark sozial-politisches Statement.
00:37:22: Weil es eben geht, wie schon am Anfang kurz erwähnt um Skepsis gegenüber der Wissenschaft die politisch total ausgenutzt wird.
00:37:34: und es geht darum wie bauen wir eine bessere Gesellschaft zusammen?
00:37:38: oder spielt Wissenschaft sicher eine wichtige Rolle?
00:37:41: Sowohl im zerstörenden Zukunft aber als auch im Aufbau der Zukunft Und wie lernen wir gemeinsam zu arbeiten, weil das sind auch diese sogenannten Twenty-First Century Skills.
00:37:55: Kollektives Arbeiten, kollektive Denken und für mich das ganz wichtigste kritisches Denken.
00:38:00: Weil wir sind zwar ein Vermitteln viel aber wir tun es nicht leer.
00:38:05: also wir machen keine leerhafte, nicht erhobene Zeigefinger.
00:38:09: Das merkst du dir jetzt gefälligst?
00:38:12: Sondern wir schaffen Erfahrungen wo Du über die Gefühle, diese Emotional Intelligence Dinge verstehen kannst.
00:38:21: Und hoffentlich macht dir das Lernen auch Freude!
00:38:26: Weil wir lernen immer im Leben... Es hört ja nicht auf mit der Schule.
00:38:28: Das ist ja dieses Ding wo man denkt, ah die Schule ist aus, ich muss jetzt nichts mehr lernen.
00:38:32: Ich muss nix mehr auswenden lernen und
00:38:34: ich lerne so viel in jeder Produktion Dinge, die ich nie, nie gewusst habe durch diese neue Beziehungen zur Wissenschaftlerinnen Forscherinnen, Studierende auch und die Begegnung mit den Künstlerinnen.
00:38:50: Also ich kann mich wenn die Beziehung mal stimmt zwischen den beiden dann gehe ich gerne in die Termine Und höre mir einfach das nur an.
00:38:56: Ich muss da nichts mehr tun Einfach vielleicht ein paar richtige Fragen stellen und dann zu schauen dass die Organisation rundherum Die so einen Environment zu schaffen wo die Dinge gut werden können Wo die Dinge auch für das Publikum dass sowohl wissenschaftlichen Sinn mehr wert hat oder Sinn hat als auch künstlerischen.
00:39:19: Also es muss hier immer das wissenschaftliche und das künstlärische unbedingt passen, und deshalb red ich hier ja auch – weil alle reden von KI – aber ich rede von der künstlarischen Intelligenz.
00:39:31: Und das funße ich auch auf Englisch gut, Artistic Intelligence.
00:39:36: Weil da können wir die Sachen noch fissentlich mehr weiterbringen Wie die künstliche Intelligenz oder Strom.
00:39:45: Und Artistic Intelligence bringt auch die Kreativität hinein und artificial intelligence is nothing, it's artificial but its not intelligent.
00:39:56: Es ist ein Plagazmaschinerie und wir schaffen neue Sachen.
00:40:02: das ist das was nur der Mensch in unserer Tierwelt jetzt mal kann.
00:40:08: also es gibt auch sicher andere kreative Tiere wenn ich da sehe wie Tiere spielen.
00:40:13: Aber jetzt mal auf diesem Niveau der Kunst, das macht uns einzigartig auch gegenüber der Artificial Intelligence.
00:40:21: und Artistic Intelligence beinhaltet für mich die Empathie.
00:40:26: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt von Menschsein.
00:40:29: Und Artistic intelligence bedeutet für mich auch unterschiedliche Meinungen haben.
00:40:34: also man Lösungen finden muss gemeinsam und Artistik Process, die Prozesse Vor allem im Theater, Tanz sind kollaborative.
00:40:47: Sie sind kollektives Arbeiten und das ist für Autorinnen oder Komponistinnen anders.
00:40:55: aber hier müssen auch die Komponent-Autorinnen mit uns arbeiten.
00:40:59: also wir schreiben keine Romane Und ich denke auch dass Wissenschaftlerinnen oft alleine Mit ihren Assistenten oder Studierende Aber es sind oft auch Prozesse Die man mit sich im Labor austragen muss Und die arbeiten dann auch in Teams und jetzt erweitern wir die Teams durch die Künstlerinnen.
00:41:19: Eine sehr schöne Geschichte, weil wir haben.
00:41:21: eine unserer, glaube ich erfolgreichsten Stücke was diese Verbindung betrifft war der Tanz der Zilien Und ich wusste auch nicht, was Zilien sind bis ich es gelernt habe.
00:41:32: Du hast aber Millionen davon!
00:41:34: Ist das
00:41:34: jetzt beunruhigend oder ist das...
00:41:37: Nein, das ist ganz wichtig, dass du sie hast.
00:41:39: Dann vielleicht sagst kurz, was es ist?
00:41:43: Ich mache ein bisschen Wissensvermittlung.
00:41:46: Also zilien gibt es an verschiedenen Körperteilen und zilieren sind Millionen von Jahre alt also nicht die wir haben unsere sind so alt wie wir Und Zilien haben sehr viel mit Bewegungen von Dingen im Körper zu tun.
00:42:01: Also wir haben zilieren in der Lunge und die Wissenschaftlerin, die zilien geforscht hat und Teil dieser Aufführung war und auch auf der Bühne dann auch war sie forscht den in der lunge hauptsächlich.
00:42:15: das heißt wenn du dich zum beispiel verschluckst Brot kommt in die Lunge und nicht wo es hin soll, beginnen die Zylien wie wild zu tanzen um diese Stück Brot wieder aus deiner Lunge.
00:42:26: Es ist so eine Art Firewall unseres Immunsystems.
00:42:29: auch wir haben sie sowohl Männer als auch Frauen in unseren Geschlechtsteilen damit die Dinger transportiert werden wo Sie hingehören und es gibt auch manche im Hirn aber da ist anscheinend wenn ich das richtig sage noch nicht ganz erforscht was die bewegen bei manchen Leuten vielleicht gar nichts Das habe ich jetzt nicht gesagt.
00:42:53: See Sterne haben die Zylien draußen auf Baby-See Sterne, die bringen das Futter zu den Mund und bewegen helfen.
00:43:02: Die Baby-Seesterne sich bewegen.
00:43:04: Einzellige Tiere haben diese Zylen.
00:43:07: Und was ich auch gelernt habe durch der Stück ist dass wenn beim ... beim Aufbau des Embryos, beim Wachsen des Embrios.
00:43:16: Wenn die Zilien, die dafür mitarbeiten zu wild tanzen dann gibt es selten aber doch Menschen wo das Herz auf der falschen Seite ist.
00:43:27: und Das wird hier mit fünf Tänzerinnen erforscht diese Bewegungen.
00:43:31: Und ich habe später gehört weil die Kolleginnen von der Forscherin Doris Roth auch da waren und sich das angeschaut haben.
00:43:41: Der eine war speziell verantwortlich über Artificial, Artistic Intelligence.
00:43:48: Wir haben es verwandelt von artificial to artistic Modelle der Bewegung zu kreieren wie sie sich bewegen würden und er war so inspiriert dass er die Bewegungen der Tänzerinnen quasi in die Modelle eingespeist hat.
00:43:59: und wer plötzlich wurde als Artificial Intelligence wieder Artistic intelligence.
00:44:04: Und das sind Sachen die einfach eine große Freude machen, weil wir merken dass es beginnt jetzt auch diese hin und das ist beidseitig.
00:44:15: Ja diese Transformation von der einen Seite zu anderen.
00:44:18: Und die Forscherin hat eben auch die Tänzerinnen instruiert.
00:44:21: also sie hat ganz viel auch Bildmaterial gezeigt und die haben dann gemeinsam mit der Ilona Roti die Gesamtleitung gehabt hat von dem Projekt diese Bewegungsabläufe hier auf dieser Bühne erforscht und gezeigt.
00:44:38: Jetzt sind wir ja im Grunde tatsächlich dort angelangt, wo ich angefangen habe, nämlich bei der Wissenschaftskamunikation.
00:44:44: Vielen Dank für diese Wissensvermittlung auch!
00:44:47: Also ab jetzt weiß ich, Zylian – zumindest hab' ich so eine Waage-Idee….
00:44:51: …Millionen, Millionen kleine Herrscher
00:44:53: im Schlamm.
00:44:54: …und ich hab' ein Waageidee, dass es doch sowas gibt.
00:44:57: Dass du sie brauchst.
00:45:00: Du hast mir, bevor wir mit der Aufnahme begonnen haben gesagt du bist dir nicht sicher wie zuversichtlich ein Gespräch werden kann in der aktuellen politischen Situation.
00:45:11: Jetzt komme ich endlich zum dystopischen Teil!
00:45:15: Da muss ich dich jetzt leider auf ein nächstes Mal vertrösten weil ich finde unser Gespräch war so zuversichtig dass sie zur Dystopie gar nicht übergehen möchte.
00:45:26: Gerne diese Zuversicht auch unseren Hörer, Höreren und den Zuseherinnen auch wirklich dalassen.
00:45:32: Und auch dieses Gefühl mit dem ich heute hier rausgehe.
00:45:36: Nämlich inspiriert zu sein, nämlich das Gefühl zu haben Ich bin eingeladen.
00:45:40: Eingeladen in dieser Welt der Kunst, Kultur eingeladene aber auch neugierig zu bleiben auf Dinge die nicht verstehen z.B.
00:45:48: Vielleicht habe wir ein bisschen Zeit und werden mir näher damit beschäftigen.
00:45:51: Also wirklich unglaublich spannend bevor ich mir jetzt ganz offiziell verabschiede.
00:45:59: Ein zuversichtlicher Schlusssatz von dir, was gibst du unseren Zuhörerinnen mit?
00:46:04: Also natürlich wundert man sich über den Zustand unserer Welt jetzt vor allem weil ich so unglaublich tolle Menschen im Rahmen aller meiner Tätigkeit kennenlernen durfte.
00:46:18: und man denkt sich wenn die Menschen alle eigentlich so toll sind, so neugierig, so offen, so kreativ wie so gehen die falschen in die Politik, wo die Zerstörung eher da ist als die Kreativität.
00:46:32: Aber das was mich zuversichtlich macht und weil wir auch hier in Kontakt mit sehr vielen Jugendlichen und Kindern kommen, ich glaube sie sind einfach toll.
00:46:43: also ich liebe junge Menschen und ihre Energie und auch das was Sie mit dem Planeten machen.
00:46:51: Also ich glaube Sie wissen viel mehr als Erwachsene ihnen zutrauen Und zusammen mit den Künstlerinnen und Forscherinnen, die ich kenne.
00:46:59: Und vor allem wir haben so tolle Lehrerinnen in unserem Schulsystem.
00:47:04: Das Schulsystem ist schwierig aber in dem System sind so tollen Lehrer und Lehrern, die wirklich was wollen, die auch Empathie mit den Schülerinnen haben, die ja auch wollen dass sie erfolgreich sind.
00:47:18: Ich glaube da liegt die Chance auf die Zukunft.
00:47:24: Ich glaube, je weiter weg wir uns – und das darf ich wahrscheinlich an so einer Universität hier nicht sagen.
00:47:30: Wir müssen uns wieder analog besinnen!
00:47:34: Nicht nur was die Ressourcen, die limitiert sind auf unserer Erde betrifft sondern auch was Menschsein bedeutet.
00:47:46: Notizen mit der Handschreib ist ganz etwas anderes als einfach alles abtippen.
00:47:51: Und ich glaube dass auch da der Trend wieder….
00:47:53: Ich glaube wir haben alle genug von den zweidimensionalen Dinger, die unsere Augen schmerzen.
00:48:01: Und ich glaube wenn wir uns mit dieser Kreativität und das Potenzialankreativitäten in den Menschen sehen an dem ich immer geglaubt habe wieder so einsetzen und analoger denken und fühlen dann haben wir eine Chance.
00:48:21: Also ich finde, es ist dir ganz hervorragend gelungen zuversichtlich zu enden und in diesem Sinne sage vielen Dank für deine Zeit.
00:48:27: Vielen Dank dass wir hier diesen wirklich tollen Theater sitzen durften für diese Aufnahme.
00:48:32: Ich kann allen die zu hören, zu sehen.
00:48:35: Nur wirklich ans Herz legen!
00:48:37: Kommt nach Linz und geht's in dieses Theater?
00:48:39: Zirkus des Wissens, ihr findet jetzt den Spielplan dort.
00:48:43: Ihr könnt euch die Produktionen anschauen.
00:48:45: Es steht auch dabei auf welchem Alter es geeignet ist.
00:48:47: Ihr macht sehr viel für Kinder, sehr viele Jugendliche aber natürlich nicht.
00:48:50: Oh, es geht für jede Altersgruppe ganz
00:48:52: gut.
00:48:52: Aber alles geht schon ab einer gewissen... Genau.
00:48:55: Alles geht für...
00:48:57: Auch ich bin Absex.
00:48:58: Ja genau.
00:49:00: Und ja, das ist eine große Herzensempfehlung von mir.
00:49:02: Ansonsten freue ich mich über Feedback.
00:49:05: Schreibt es mir einfach was ihr denkt, was euch bewegt und was euch zuversichtlich macht.
00:49:11: In diesem Sinne habt's es gut!
00:49:14: Wir hören uns sehen uns nächste Woche und bis
00:49:42: dann!
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