Die Kraft des Zorns: Warum Wut ein wichtiger Motor ist - Folge 6

Shownotes

Wie gehen wir mit den täglichen Schlagzeilen um? Was macht Ungerechtigkeit mit uns? Oft bleiben wir ratlos, frustriert und zornig zurück. Doch vor allem Zorn ist nicht nur schlecht- Zorn ist nicht bloß Destruktivität – dieses Gefühlt zeigt uns, wenn etwas ganz und gar nicht ok ist.

In diesem Kurzimpuls denke ich, Christa Kloibhofer-Krampl, laut über die Bedeutung von Emotionen nach. Ich versuche zu ergründen, warum uns „positives Denken“ allein oft nicht weiterbringt und warum wir den Zorn als „Zündschnur“ brauchen, um die Rakete der Veränderung überhaupt erst zu starten.

In dieser Folge erfährst du:

  • Zorn als Aktivierung: Warum Zorn und Ärger uns im Gegensatz zu Ohnmacht oder Schockstarre ins Handeln bringen.
  • Das Circumplex-Modell: Ein Einblick in die Psychologie der Emotionen und welche Gefühle uns deaktiveren oder energetisieren.
  • Positive Thinking vs. Struktur: Warum es gefährlich sein kann, strukturelle Probleme (wie Catcalling oder Klimakrise) nur mit einer Einstellungsänderung lösen zu wollen.

Zorn darf und soll Raum haben – als Werkzeug, um Dinge für uns und die Gemeinschaft besser zu machen.

Impuls für dich: Wenn du das nächste Mal so richtig zornig bist: Halte kurz inne. Was ist das Grundproblem? Und wo kannst du dich einbringen, um genau an diesem Punkt etwas zu verändern?

Links & Ressourcen zur Folge:

Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo, herzlich willkommen zu Zorn und Zuversicht.

00:00:13: Mein Name ist Christa Klauphofer-Krampel und ich sitze gerade im Tonstudio bei das POT und hab will heute eine Folge machen oder einen Kurzimpuls machen zum Thema Zorn Und hatte gerade mit dem Producer ein paar Sätze gewechselt, die da wunderbar reinpassen.

00:00:32: Nämlich wir haben kurz darüber gesprochen.

00:00:35: wo kann ich überhaupt was ändern und wie oft konsumiere ich Medien?

00:00:39: Was macht denn das mit mir?

00:00:41: ist es so gescheit und ist es nicht viel besser wenn ich einmal in der Woche mir etwas durchlesen mich informieren was auf dieser Welt so passiert und die restliche Zeit einfach versuche ein gutes Leben zu haben?

00:00:55: Und das passt jetzt als Einstieg ganz wunderbar.

00:00:58: zum Thema Zorn, weil ich glaube dass wir diesen Zorn schon ganz massiv brauchen, um auch zu verstehen oder zu spüren, momentan passt jetzt irgendwas überhaupt nicht.

00:01:12: Und ich habe es schon ein paar Mal gesagt was dazu an für mich ist.

00:01:14: Dazu an wie so die Zündschnur, die man zünden muss damit die Rakete steigen kann.

00:01:19: und wenn ich jetzt darüber nachdenke zwischen wieviel Medien möchte konsumieren mit Gutfühl?

00:01:28: Wieviel Konsumiere ich damit dir aber schon informiert bleibt bei ganz aus dem Weltgeschehen rausnehmen kann ich mich nicht.

00:01:35: Dann geht es mir persönlich so, dass ich natürlich merke, je mehr ich konsumiert, desto zorniger werde.

00:01:42: Ich bin einfach zornig mit dem Weltgeschehen!

00:01:43: Ich bin zornigt mit der politischen Situation und den Entwicklungen in Amerika über Entwicklungen bei uns in Österreich in der EU.

00:01:52: Es macht mit zornigen wie wir mit Frauen umgehen?

00:01:54: Wie wir mit Minderheiten umgehen.

00:01:56: also da ist ganz viel Zorn.

00:01:58: Und dieser Zorn Ist ja nicht ausschließlich negativ.

00:02:04: Eine zornige Person ist eine Person... die aktiviert ist.

00:02:08: Da ist viel Energie, da hat sich in meinem Energielevel ganz viel getan.

00:02:13: und ich habe mich erinnert, ich habe einmal in einer Fortbildung, haben wir mal drüber gesprochen.

00:02:18: es gibt unterschiedliche Emotionen.

00:02:19: Es gibt Emotions, die aktivieren mich, es gibt Emotionen, die lassen mir runter kommen.

00:02:24: Es gibt Emozonen, die kann ich wahnsinnig gut verwenden wenn ich möchte dass mein Gegenüber aufsteht und was tut.

00:02:31: Und es gibt Emotionen Wenn ich die auslöse war sie entspannt sich diese Situation Zirkumplexum-Modell heißt es.

00:02:39: Ich habe im Grunde zwei Achsen, auf der einen Seite sind's Gefühle die unangenehm sind versus Gefühlen die angenehm.

00:02:47: und ich hab aber auch unten.

00:02:48: sie ist beschrieben.

00:02:51: was also wenn ich das jetzt von oben nach unten ist?

00:02:53: unten sind die gefülle die mit deaktivieren also die mir einfach ja ich sage jetzt an meiner Schockstare bringen wenn ich es negativ sagen will und oben sind die Gefühles die aktivieren und da zu ahnen Ein Gefühl zu an und Ärger, die sind unangenehm aber sie aktivieren.

00:03:12: Und genau diese Aktivierung ist etwas das wir nutzen müssen, nutzen wollen, nutzen müssen damit wir ganz bewusste Schritte setzen können, damit wir am Ende des Tages ein besseres Leben haben, eine bessere Zukunft haben und auch zuversichtlich sein können.

00:03:31: Jetzt heißt dieser Podcast so an und zu Versicht.

00:03:34: Warum hast du nicht einfach Zorn und Hoffnung?

00:03:38: Das ist ganz bewusst so gewählt, weil für mich ist die Hoffnung etwas auf das ich warte.

00:03:43: Das ist was Passives!

00:03:45: Ich hoffe darauf dass es besser wird wenn ich zuversichtlich bin.

00:03:50: Zuversichtlich kann ich dann sein wenn ich das Gefühl habe ich hab jetzt zwei drei Schritte schon selber gemacht Aktionen gesetzt.

00:03:59: Ich habe etwas getan und es müssen keine großen Dinge sein, das können auch kleine Dinge sein.

00:04:04: Ich hab mich in eine Richtung bewegt ich habe versucht etwas zu verändern, ich habe versucht etwas etwas zu gestalten und das ist mal ganz wichtig und hoffen ist für mich zu passiv.

00:04:17: Das ist zu wenig aktiv.

00:04:19: und dann gibt's noch ein Begriff der mich sowieso massiv stresst und dieses positive Denken Weil ich könnte jetzt auch sagen Zorn und Positives denken, weil der Zorn ist ungesund für mich.

00:04:32: Wenn ich sehr da gibt es Studien die sagen wenn ich einfach sehr zornig bin dann schwächtes mein Immunsystem.

00:04:37: und jetzt könnt ihr sagen Fazit Ich bin einfach weniger gesund.

00:04:42: Lass uns doch einfach bitte positiv denken, weil das positive Denken, das macht uns zu gesünderen Menschen.

00:04:49: Es macht uns zur ausgeglichenen Menschen.

00:04:52: und nur wenn ich positiv denke passieren auch positive Dinge.

00:04:57: so ja Ich kann dem schon was abgewinnen, dass wenn ich mein Leben lang zornig durch die Welt gehe.

00:05:03: Dass es mir dann nicht gut geht und das ich mit einer bestimmten positiven Grundeinstellung auch besser durch die welt gehe.

00:05:11: aber dieses positive Denken ist für mich ganz problematisch weil es sagt mehr ja Wenn du nur positiv denkst Dann wird sich das schon lösen.

00:05:22: Du musst nur deine Einstellung ändern.

00:05:27: Aber nur weil meine Einstellung ändert, werden wir strukturelle Probleme nicht lösen können.

00:05:33: Nur weil ich meine Einstellungen endere war es das Thema, sagen wir mal Cat-Calling betrifft also sprich Männer die auf der Straße Frauen irgendwelche sexuellen Dinge verbal einfach nachrufen zum Beispiel.

00:05:49: Wenn ich jetzt meine Einstellung ändere, dann finde die Situation vielleicht weniger problematisch.

00:05:54: Aber ich werde auch das strukturelle Problem dahinter nicht erkennen und nicht lösen können.

00:05:59: Und deshalb habe ich ein Problem mit positiven Denken.

00:06:04: Positives Denken hat auch immer etwas mit ... Man hört es jetzt recht oft als Eskapismus zu tun.

00:06:11: Das heißt... Ich flüchte mich in das Positive!

00:06:16: Ich flüchte mich in ein positives Weltbild, in ein positives Umfeld.

00:06:20: Weil mir wird einfach alles zu viel!

00:06:23: Wir werden diese multipolaren Krisen einfach too much und das verstehe total.

00:06:28: es ist soviel dass man manchmal das Gefühl hat ich weiß nicht ich glaube kann jetzt gerade nicht atmen so geht's zumindest mehr.

00:06:38: Und trotzdem glaube ich dass es weder für mich individuell irgendetwas an den Long Run löst noch für uns als Gesellschaft.

00:06:49: Das heißt, der Zorn... Lass mal den Zorn einfach auch da!

00:06:54: Nehmen wir den Zorren also ein wichtiges Tool damit wir aktiv werden können.

00:06:58: Schauen wir uns den Zoren an.

00:07:01: Nehmen ihn an als ein Werkzeug, das ich nutzen kann um Dinge für mich besser zu machen.

00:07:06: Aber bleiben wir nicht stehen im Zorn.

00:07:07: Bleiben wir nicht da verhaftet in einem negativen Gefühl sondern nehmen ihn und machen dann die nächsten Schritte und versuchen aus diesem Zorn etwas zu machen, dass am Ende des Tages besser ist.

00:07:21: Und genau mit dem Satz versuchen wir etwas zum Machen, was am Ende besser ist werde ich meinen Impuls für heute auch schließen.

00:07:30: Mir war es ganz wichtig, über diesen Zorn zu sprechen.

00:07:33: Und mir ist die Zuversicht ganz wichtig.

00:07:38: deshalb Zorn und Zuversich.

00:07:39: Aber ich würde den Zorn einfach nicht verschwinden lassen.

00:07:45: Lassen wir ihn da, lassen ihn im Raum und arbeiten damit!

00:07:49: Weil wenn wir damit arbeiten dann können wir was tun.

00:07:52: Jetzt höre er wirklich auf und ich sage vielen Dank fürs Zuhören.

00:07:57: Vielleicht fällt euch das nächste Mal, wenn ihr richtig grantig und zornig seid.

00:08:02: Es ist ein Unterschied ob ich grantig bin weil ich schlecht geschlafen habe oder ob mich eine Situation zornigt gemacht hat.

00:08:07: vielleicht halt jetzt einmal im Moment inne und überlegt euch was ist denn das Grundproblem?

00:08:10: Und kann ich an diesem Problem etwas ändern?

00:08:13: Oder kann ich mich irgendwo einbringen um für eine größere Gruppe die Situation vielleicht besser zu machen.

00:08:20: Und damit sage ich tschüss, freue mich wie immer wenn ihr uns was schickt, freu mich wie ever wenn ihr diesen Podcast einfach auch teilt ist auch eine Anerkennung für die Arbeit, die ich da reinstecke und wünsche euch einen wunderschönen Tag bis nächste Woche!

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