Bettina Ludwig: Die Biologie der Zugehörigkeit - Folge 3
Shownotes
In dieser Folge tauchen wir tief in die Menschheitsgeschichte ein. Gemeinsam mit der Kulturanthropologin Bettina Ludwig erkunden wir, warum das Bedürfnis nach Zugehörigkeit tief in unseren Genen verankert ist und wo die gefährliche Grenze zur bloßen Ausgrenzung verläuft. Wir räumen mit Mythen über die "Natur des Menschen" auf und finden heraus, wie wir in einer komplexen Welt echte Gemeinschaft gestalten können.
Darum geht es in dieser Folge:
Unsere wahre Natur ist das Miteinander: Bettina räumt mit dem Vorurteil auf, wir seien geborene Einzelkämpfer. Sie zeigt uns, dass unsere Spezies 300.000 Jahre lang überlebt hat, weil wir eben nicht auf Hierarchien, sondern auf radikaler Neugier und dem Talent, Fremde zu Freunden zu machen, basieren.
Zugehörigkeit braucht keine Mauern: Wir besprechen den schmalen Grat zwischen echter Gemeinschaft und toxischer Ausgrenzung. Echte Zugehörigkeit ist ein Ort, an dem wir sein dürfen wie wir sind und wir andere nicht klein machen.
Abschied vom Rangordnung-Stress: Wir blicken zurück auf unsere Wurzeln als Jäger und Sammler, um zu verstehen, warum uns starre Machtstrukturen heute oft so unglücklich machen. Die gute Nachricht: Unser biologisches Erbe ist die Kooperation auf Augenhöhe.
Zorn trifft auf menschliche Urkraft: Während wir uns über künstliche Trennungen in der Gesellschaft ärgern dürfen, schenkt uns die Anthropologie eine tiefe Zuversicht: Wir sind darauf programmiert, Verbindungen zu knüpfen. Wir müssen uns nur wieder trauen, einander mit offenem Visier zu begegnen.
Links & Ressourcen zur Folge:
- Bettina Ludwig: https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/unserer-zukunft-auf-der-spur/
- Buchtipp: „Unserer Zukunft auf der Spur“ von Bettina Ludwig https://www.kremayr-scheriau.at/bucher-e-books/titel/unserer-zukunft-auf-der-spur/
- Podcast: About us - der Podcast für mehr Zugehörigkeit, Community & Optimismus, Bettina Ludwig https://open.spotify.com/show/0iQMAWyenRh84o1aeIjA29?si=d5dcbfc37a814209
- Next-Incubator: Mehr über den next-incubator findest du auf next-incubator.com
- Kontakt: christa.kloibhofer-krampl@e-steiermark.com
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Produziert von DAS POD (https://daspod.at/).
Portrait-Bild ©: Andrea Sojka
Transkript anzeigen
00:00:11: Ja hallo, ich freue mich voll.
00:00:13: Ich sage ein sehr zuversichtliches Hallo heute!
00:00:16: Zum einen draußen ist es ein wunderschöner Tag die Sonne scheint das sieht man jetzt in diesem Studium nicht aber das macht meine Lerne gleich um so viel besser und zum anderen weil ich heute mit der Bediener Ludwig hier sitzen darf.
00:00:28: Bedienern Ludwig Kultur Anthropologin habe ich gestern tatsächlich gehört live bei ihrem Tourauftakt, ich glaube es war der Auftakt den Graz zum Thema Zugehörigkeit.
00:00:39: Und bevor die Bediener jetzt bitte sich selbst kurz vorzustellen, würde ich gern was zeigen für alle die zu hören.
00:00:47: denen muss ich es jetzt versuchen gut zu erklären warum sie geht und zwar Ich habe gestern nach dem Vortrag eine Murmel bekommen und zwar der Auftrag.
00:00:57: dieser Murmel war und ich hoffe Es war auch genau das.
00:01:00: was ihr damit erreichen wollt ist Wenn ich diese Murme in meiner Tasche habe und ich greif sie an, und ich suche irgendwas in meiner Tasche, dann erinnere ich mir an die Zugehörigkeit.
00:01:09: Ich erinnerei mich daran nicht gehören wo dazu.
00:01:12: Das ist das aber noch nicht ganz für mich weil tatsächlich hatte ich gestern eine Jacke an... Da war schon eine Murmel!
00:01:17: Und diese Murmel macht es für mich so besonders, hab' ich bekommen bei der Verabschiedung meiner Oma Und ich hab diese Murmel immer in meiner Tasche.
00:01:24: Das ist so diese Jacke, die trage im Frühling und im Herbst also klassische Übergangsjacke und denke ganz viel an meine Oma.
00:01:33: unterschiedlichste Gedanken wie es halt so ist mit Familie, mit Omas und gestern habe ich dann diese Murmel bekommen, die für Zugehörigkeit steht hat auf einmal auch meine Oma Murmel ganz eine andere Bedeutung gehabt.
00:01:45: Das war nämlich jetzt plötzlich auch ein Gefühl der Zugehörigkeit da.
00:01:48: und genau mit dieser kleinen Geschichte würde ich gerne heute starten, die hat ganz viel gemacht.
00:01:53: mit mir und mir geht es heute darum in diesem Gespräch auch aufzuzeigen wie gehören Zugehörigkeit und Zuversicht zusammen.
00:02:03: Was hat das miteinander zu tun?
00:02:05: Unser Podcast, mein Packcast heißt der Zorn-Zuversicht.
00:02:08: Und ich möchte einfach auf gar keinen Fall in einem Zorn auch in einer starre, in einer Fassungslosigkeit stehen bleiben sondern mir ist diese Zuversich so wichtig.
00:02:17: Ja!
00:02:18: Mit diesen Worten bitte ich dich Bediener.
00:02:21: Magst du dich ganz kurz vorstellen auch wer du bist was eine Kulturantropologin macht Und auch was dein Herzensthema ist.
00:02:30: Danke für die schöne Geschichte!
00:02:32: Also berührt mich sehr, ich sage oft man weiß gar nicht was die eigenen kleinen Handlungen dann für Auswirkungen haben welche Rippeleffekte im Leben dann so ablaufen.
00:02:45: jeder kennt das Bild oder wenn man ein Stein ins Wasser wirft und sieht ja so Kreise Ich spreche immer wieder darüber und sage, geht das oder was so sein Weg?
00:02:53: Macht es und leistet seinen Beitrag.
00:02:54: Und macht's mit!
00:02:55: Diese Ripple-Effekte haben wir oft gar nicht in der Hand.
00:02:57: Wir wissen gar nicht, was da rauskommt und umso schöner ist es wenn ich es aber zwischendurch dann schon einmal höre, was diese Ripple Effekte sind oder was Menschen berühren.
00:03:06: mit dem, was sie machen gibt man natürlich wieder wahnsinnig viel Kraft.
00:03:08: also Dankgedanke für die Geschichte Und danke auch für die Einladung.
00:03:12: Mein Name ist Bettina Ludwig, wie du gesagt hast Kultur-Antropologin – das ist mein Background!
00:03:16: Ich forsche mit einer der letzten Jäger und Sammlerinnen in unserer Zeit unsere Gesellschaften mit den Schuttkonsisanjägern und Sammlerinnen.
00:03:23: Mit dem neuen Blick auf die Welt und auf die Natur des Menschen, die da erlangen durfte.
00:03:28: durch meine Forschungen bin ich heute in der Wirtschaft unterwegs auf unterschiedlichsten Bühnen, wirtschaftlichen und politischen Bühne mittlerweile wo ich drüber spreche, dass wir ein neues Menschenbild brauchen die Natur des Menschen hinterfragen dürfen, da ein paar Missverständnisse aufdecken müssen und Themen wie Zugehörigkeit Community Gemeinschaft mit ins Zentrum der Debatten rücken dürfen weil es mehr um Menschlichkeit gehen darf und gehen soll.
00:03:55: Und meine Oma spannenderweise ist... Meine beiden Omas eigentlich sind auch immer eine ganz große Inspiration für mich aber ich habe gerade gestern Abend nach dem Tourabend wieder darüber gesprochen dass ich mir erinnern kann, vor einigen Jahren bin ich am Feldweg gegangen.
00:04:10: Ich bin aus Oberösterreich und bin dort auf so einem Feldweg ging bei meinen Eltern zu Hause und habe mir gedacht war irgendwie Menschlichkeit wäre also ein wichtiges Thema in so einer zentraler Dreh-und Angelpunkt in der Wirtschaft das was meine Oma immer so gelebt hat und gepredigt oder eigentlich wirklich verkörpert hat.
00:04:29: warum haben diese diese soften Themen.
00:04:32: Man beschreibt sie mir so gerne als Soft, obwohl es sich so irgendwie fungeriert
00:04:35: ist.
00:04:37: Also was ist soft?
00:04:38: Genau,
00:04:38: das wird immer so gesagt.
00:04:40: Aber warum haben die kein Raum?
00:04:42: Warum kriegen die so wenig Raum gerade in der Wirtschaft oder in gesellschaftspolitischen Themen?
00:04:47: und ob man auch baut, dass wäre eigentlich ein Wahnsinn, wann diese Themen wieder mehr Raum kriegen.
00:04:50: Da hätte man aber nie gedacht, dass ich das dann wirklich umsetzen kann und in die Umsetzung bringen kann.
00:04:56: Und heute mache ich eigentlich genau das.
00:04:57: Ich bring Menschlichkeit wieder an die Wirtschaft.
00:05:00: Du hast vorher schon gesagt, die Natur des Menschen.
00:05:02: über das würde ich nachher noch ganz kurz gerne mit dir sprechen.
00:05:05: Nämlich ob es überhaupt diese Natur des Menschens so gibt oder ob's das nicht so gibt.
00:05:10: Aber was mir jetzt auch gerade einfällt ist eine Geschichte, die du gestern erzählt hast und das passt jetzt wunderbar zu dieser Menschlichkeit in der Wirtschaft.
00:05:18: Du hast gestern diese Geschichte erzählt wie du glaubst.
00:05:20: du warst zehn oder zumindest ein Kind und ihr habt einen Zirkus organisiert Und auch da musste ich sehr schmunzeln.
00:05:27: Auch ich hab Wurzeln in Oberösterreich, es ist mein Vater.
00:05:29: Ich habe eine sehr große Familie und mein Vater hat noch sieben Geschwistern.
00:05:33: Bei uns war's netter Zirkus, bei uns was Ketz!
00:05:35: Wir haben Ketz aufgeführt... Bei uns wars kein Feuerwehrhaus, das ausgeräumt wurde, damit Menschen kommen können und sich das anschauen.
00:05:44: Bei us war's der Vierkanthof meiner Großeltern.
00:05:47: Es ist ja selber Geschichte im Endeffekt, gell?
00:05:49: Jaa!
00:05:50: Und warum ich da jetzt drauf komme, auch in Bezug auf Wirtschaft ist im Grunde was haben wir gemacht?
00:05:55: Wir haben etwas organisiert.
00:05:56: Wir hatten ein Ziel.
00:05:58: Wir haben versucht Partner und Partnerinnen reinzubringen um uns zu helfen.
00:06:03: damit wird das auch auf die Bühne bringen können.
00:06:05: Wir wollten ja das was wir darauf für uns vorbereitet haben auch aufführen und wir haben es umgesetzt mit Hilfe und auch das ist ja im Grundei Wirtschaft oder?
00:06:15: Wirtschaften absolut Kinderwirtschaften von Beginn an.
00:06:19: Sie würden es nicht anders definieren, man redet da anders drüber.
00:06:21: Aber Kinder checken ganz klar was Wirtschaft ist glaube ich du musst immer deine Ressourcen einteilen.
00:06:26: in meinem Fall gibt's gestern eine Zirkus-Organisation an Sommer lang Zeit.
00:06:31: das ist die Zeit die du hast.
00:06:32: Du hast so und so viele Menschen so und sie bringen sie ein.
00:06:34: Du weißt wo sind deine ressourcen im Dorf?
00:06:36: wer hilft mit wer unterstützt?
00:06:38: Wo sind die Erwachsenen die man braucht?
00:06:40: Genau, dieses Spiel, das man eigentlich nachher genau so spielt.
00:06:44: Genau und später sind wir der Meinung, dass es dann wichtiger ist, ernsthafter ist?
00:06:49: Ich weiß nicht!
00:06:51: Wirtschaft bekommt eine andere Schwere.
00:06:56: Aber wenn wir jetzt über diese Natur des Menschen sprechen, dann würde ich ja ganz gern provokant davon ausgehen.
00:07:03: Wir in unserer westlichen Welt sagen das ist die Natur des Menschens und die Natur der Menschen ist es, dass wir mehr haben wollen.
00:07:11: Wir wollen Dinge besitzen!
00:07:12: Wir wollen Karriere machen, wir wollen vorn stehen, wir sehen werden.
00:07:17: Jetzt habe ich aber vor allem auch durch dich gelernt... Das stimmt ja so gar nicht?
00:07:22: Und somit ist auch meine These, die ich eigentlich eine sehr provokante These heute mitbringen wollte ja gar nicht richtig.
00:07:28: Ich wollte nämlich starten damit dass ich sage Zugehörigkeit ist ein Luxusgurt das muss ich mir kaufen Ansonsten geht es sich einfach nicht mehr aus.
00:07:37: Und dann hast du gestern eine ganz andere Geschichte erzählt, nämlich von ganz anderen Modellen der Natur des Menschen, ganz anderen Moteln wie wir zusammenarbeiten.
00:07:48: Es würde auch unsere Zuhörerinnen und Zuhäuer total interessieren wennst uns ein bisschen was darüber erzählen kannst.
00:07:54: Wo fangen wir denn an ist die Frage, vielleicht bei so... Ganz grundlegende Dinge, damit die Zuhörerinnen und Ärzten ein Gefühl kriegen.
00:08:02: Wovon sprich ich denn?
00:08:03: Wenn ich Jäger- und Sammlergesellschaften erwähne... Also jäger & sammler Gesellschaft ist eine Begrifflichkeit, die wir in der Anthropologie nutzen.
00:08:10: Ein wissenschaftlicher Begriff für eine ganz bestimmte Gesellschaftsform.
00:08:15: Eine andere Gesellschafts-Form wäre zum Beispiel das Stamm.
00:08:17: Das ist eine andere Art von Gesellschafter, die Strukturen da anders sind.
00:08:20: Und die Eger und Sammlergesellschaften sind klein, strukturierte Gesellschaften.
00:08:24: Da sind dann wenig Menschen.
00:08:25: In meinem Fall Schutkonsisan sind drei tausende Individuen.
00:08:27: Die unterteilen sich in Kleingruppen von siebzig bis hundert Personen mit einer dieser Kleinggruppen der für Arbeiten forschen.
00:08:33: Und... ...die Schutklonsisan gehen einfach völlig anders durch ihr Leben weil sie in anderen Strukturen sind.
00:08:39: also ich gebe Beispiele.
00:08:40: zum einen gibt es kein Konzept vom Besitztum.
00:08:43: niemand gehört irgendwas allen gehört alles.
00:08:45: Es gibt keine Form von Hierarchie, es gibt keinen Anschoffer, kein Anschofferin die für alle entscheidet.
00:08:50: Man zählt bis fünf und ab dann ist alles vieles.
00:08:53: Man kann grammatikalisch für eine Vergangenheit, für eine Zukunft nicht ausdrücken, hat auch keine Relevanz.
00:08:57: Man lebt ganz stark im Hier-und-Jetzt.
00:08:59: Und bei diesen ersten Beispielen merkt man schon, okay, irgendwie läuft das anders aus, weil wir das in der westlichen Welt gewöhnt sind.
00:09:10: Wenn man davon erfährt, siehst du mal das Liest?
00:09:13: Dann dort ist es miterlebt, hinterfragt man plötzlich sehr viel und denkt sich, warte mal!
00:09:17: In der westlichen Welle, wo ich auch komme, da bin ich sozialisiert.
00:09:20: Da baut man ja alles auf die Idee von Besitztum auf.
00:09:22: Da geht es ja die ganze Zeit nur um Besitzungen... Was
00:09:25: habe ich?
00:09:25: Was kann ich mir leisten?
00:09:26: ...was
00:09:27: kann ich mehr machen und was brauche damit mehr?
00:09:29: daraus wird?
00:09:29: Also immer dieses A-Höhe schneller weiter mehr!
00:09:32: Und wer bin ich wenn ich das besitze?
00:09:34: Wer bin ich denn nicht besitzt?
00:09:35: Es gibt ein Riesenthema, einfach Besitzdum
00:09:37: oder?!
00:09:37: Und in den Welterjägeransammlern gibt's das gar nicht, weil es das Konzept nicht gibt, weil sie halt einfach keine Braucht in dieser Gesellschaftstruktur sind, sondern viel weniger Menschen als die Strukturen sind für Simpler Und simplere Strukturen brauchen natürlich nicht so komplexe Lösungen wie in komplexen westlichen Gesellschaften, ist irgendwie logisch.
00:09:56: Was mir einfach fasziniert daran ist dass wenn man jetzt erfährt auch die Gesamlegesellschaft im heute hier und jetzt also nicht von hundertfünfzigtausend Jahren oder so sondern jetzt in diesem Moment auf diesen Planeten organisieren sie so radikal anders.
00:10:08: was bedeutet das dann für unser Bild von der Natur des Menschen?
00:10:11: Also wenn es anscheinend möglich ist ein Leben zu führen in einer Gesellschaft dass eine Gesellschaft existiert, wo es dieses Konzept von Besitzdom nicht gibt und gleichzeitig gibt es auch andere Gesellschaften, wo das Kernelement von allem ist.
00:10:24: Ich finde das eigentlich genial weil ich denke immer was ist denn dann noch alles möglich?
00:10:28: Und was ist jetzt wirklich diese Natur des Menschen?
00:10:31: Natürlich dafür habe ich darüber nachgedacht und philosophiert und letztendlich bin ich darauf gekommen die Natur des Menschens ist eigentlich seine Kultur Also seine Fähigkeit, sich anzupassen.
00:10:41: Seine Fähigkeiten Jäger und Sammler in zu sein oder seine Fährigkeit, ich sage jetzt einfach mal plakativ Wienerin zu sein.
00:10:49: Und das ist eigentlich grandios!
00:10:51: Das heißt nämlich für die Zukunft dass du einen riesen Raum auf unsere Worte in der Zukunft haben.
00:10:56: Potenzial Verschance von Möglichkeit.
00:10:58: weil wenn wir im Heute hier und jetzt gibt es Menschen die zählen bis fünf und das sagen fünf ist die maximale die höchste Zahl und gleichzeitig gibt's Menschen sagen, na, unendlich ist die höchste Zahl.
00:11:09: Und dann geht es nicht darum was falsch oder richtig ist sondern dann geht's eigentlich für mich um die Frage hey cool in zwei tausend Jahren wie weit zähl man denn dann?
00:11:15: Was is'n dann unser Zahl?
00:11:16: Was isn't das Höchste?
00:11:18: und das kann man auf alle Bereiche legen.
00:11:21: Was geht da noch alles wenn wir anscheinend ein viel breiteres Spektrum an Organisationsformen inne haben als Menschheit?
00:11:28: Nämlich im Heute hier und jetzt wie gesagt nicht in der Vergangenheit – was geht dann in Zukunft noch alles?
00:11:33: und das beflügelt mir
00:11:34: extrem?".
00:11:35: Das ist ja so ein bisschen das Thema, dass wir – da schließe ich mich komplett mit einem auch davon ausgehen.
00:11:43: Dass diese Lebensformen wie wir sie haben heute die isst so wie wir leben und dieser Erkenntnis, dass es da gleichzeitig ganz andere Dinge gibt, ist schon sehr befreiend, wie ich finde.
00:11:57: mein Zorn ein bisschen entspielen und auch so eine Radlosigkeit oder Fassungslosigkeit tatsächlich ist.
00:12:03: Wir sind so viele Menschen wie nie zuvor, trotzdem sind ca.
00:12:07: zwanzig Prozent der Menschen hier bei uns Sankt-Sissan einsam.
00:12:11: Und das finde ich schon sehr massiv!
00:12:13: Ich habe letztes Jahr glaube ich einen Vortrag gehört von den Nora Deutling Musenbüchler, der Präsidentin der Caritas und die hat auch Folie gehabt, die mir sehr in Erinnerung blieben ist und da hat sie aufgezählt was.
00:12:25: Welche Dinge haben eigentlich den größten Einfluss auf unsere Sterblichkeit, auf eine sehr frühe Sterbigkeit?
00:12:31: Und das sind ... Das ist Hitze.
00:12:33: Ich weiß nicht mehr.
00:12:33: Das ist unsere schlechte Ernährung und ein paar andere Dinge.
00:12:36: Und eines davon.
00:12:37: Und deshalb habe ich mir so gemerkt, war Einsamkeit!
00:12:41: Jetzt hast du erzählt... Menschen, ich kann leider den Namen nicht aussprechen.
00:12:48: Die werden geboren, die Kinder, und sie sind einfach Teil davon.
00:12:50: Da gibt es keine Frage, gehört euch dazu oder gehört euch nicht dazu.
00:12:55: Ich frage mich schon, wie wir das auch schaffen wieder?
00:12:57: Dass wir bei unserer Geburt auch dazugehören.
00:13:00: Weil in einer Welt, in der sehr vieles unbesitz geht sind natürlich Menschen, die finanzielle Nöte haben, finanzielles Sorgen haben noch mehr ausgeschlossen von einer Zugehörigkeit so wie wir sie definieren.
00:13:13: Riesen-Riesenthema oder Einsamkeit ist einfach was uns... Was direkt etwas macht mit einem, was anberührt und ich kenn' das vor, ich krieg da Wut!
00:13:21: Das ärgert mir so, dass es Menschen gibt Die sind den größten oder einen großen Teil ihrer Zeit einsam.
00:13:28: Das macht mich fertig, das geht einfach so nicht wirklich.
00:13:31: und darum freue ich mich so dass es so viele Menschen in meinem Umfeld kennen und immer mehr kennenlernen darf die da voll motiviert sind da was dagegen zu tun oder etwas dafür zu tun dass Menschen wieder mehr ein Gefühl von Community und Zugehörigkeit kommen.
00:13:44: Und dann gibt's jetzt verschiedenste Stellen und Ecken wo man natürlich anfangen kann.
00:13:47: gar das ist ein Riesenthema und es betrifft ganz sicher Menschen Mit weniger Zugang zu Ressourcen für mehr als Menschen mit Ressouren auf unterschiedlichen Ebenen.
00:13:57: Das ist ein riesengesellschaftspolitisches Thema, um es trotzdem auf eine Art aus der Ohnmacht rauszubringen das Thema und aus dem Zornversuch immer jeden und jede Einzelne dran zu erinnern dass man selber was machen kann.
00:14:09: Ich habe gestern glaube ich die Geschichte geteilt vom Geschäftsführer an Apotheke den auch am Vortrag zu mir gekommen ist, der gesagt hat Ja Frau Ludwig, ich verstehe worüber Sie sprechen.
00:14:20: Zugeheirigkeit, Community, Gemeinschaft ... Ich bin hauptsächlich in der Wirtschaft unterwegs und es muss jetzt einfach so plakativ sagen was ist?
00:14:28: Einfach sehr großer Teil davon sind dunkelblaue schwarze Anzüge die bei mir sitzen im Großteil meiner Arbeit.
00:14:35: Also gar nicht abwertend sondern das ist eben auch so geil.
00:14:37: so ist es halt einfach in der wirtschaft und ich spreche da lieber in dieser wirtschaft genau in diesen Räumen weil es so wichtig wird.
00:14:42: und ich muss sagen die Ohren sind offen und die Fühler werden irgendwie immer die Leute dann immer interessierter.
00:14:48: Und dann ist dieser Geschäftsführer nach einem dieser Vorträge zu mir gekommen von der Apotheke und er gesagt, ich verstehe vollodig wo über sie sprechen Zugehörigkeit Kommune.
00:14:56: Die Gemeinschaft ist alles so wichtig Menschlichkeit.
00:14:58: aber man muss schon sagen die Welt da draußen ist ja eine andere.
00:15:01: Die Menschen da draußen sind einfach unfreundlich.
00:15:03: wenn man beim Bilder steht dann wird man angrempelt.
00:15:06: Wenn man im Verkehr ist, im Auto sitzt, wird man ankuppt oder best angeschaut auf der Strasse in den öffentlichen.
00:15:12: Es ist einfach gar Herzlichkeit da und die Leute sind unfreundlich.
00:15:15: Also wie schaffen wir es denn, dass diese Welt draußen ein freundlicherer Ort wird?
00:15:18: Und eben angeschafft habe ich gesagt, ich glaube das ist absolut die falsche Frage des zu sagen oder diese Frage zu stellen sondern die Frage, die wir stellen sollten ist, wie schaffst Ich ein freündlicherer Teil dieser Welt zu werden!
00:15:29: nicht immer das irgendwie im Außensehen und zu warten, es kommt irgendwer macht die Welt freundlicher.
00:15:34: Es kommt irgendwann wird's schon richten.
00:15:36: oder es kommt das neue System oder es kommen der oder die Politikerin, die es richten wird.
00:15:40: Nehmen uns das da und mach raus und gehen wir rein jetzt wirklich in dieses Gefühl von Selbstzügsamkeit und realisieren dass jeder und jede einzelne von uns die Person sein kann diese Welt einem freundlicheren Ort macht.
00:15:50: Hier gibt es einen großartigen Satz von Gandhi, der gesagt hat let´s shake the world and a gentle way.
00:15:57: Also wenn jeder Einzelne so kleine Gentle, vielleicht small acts of kindness umsetzt.
00:16:04: Dann wird sie die Welt schägen in a gentle way aber sie wird sich schägten.
00:16:08: Ihr habt da ganz oft nicht das Beispiel stehender Kassa.
00:16:12: alle werden nervös weil gerade eine Person bezahlt die entweder alt ist und einfach lang braucht bis sie die Münzen rausgezählt hat.
00:16:19: oder Schauen wir mal, ob es sich überhaupt ausgeht.
00:16:24: Manchmal ist das erkennt was auch immer ist.
00:16:26: Es spielt keine Rolle und wie schwer es uns oft verhält einfach diese... Zwei Minuten Geduld aufzuhauen.
00:16:32: Genau, einfach dazustehen und nicht automatisch angezipft zu sein vielleicht auch noch ein paar böse Blicke zu werfen oder lautzuschnaufen so damit jeder mitkriegt wie sehr ich jetzt angezipft bin von diesen zwei Minuten.
00:16:45: Und ich finde das ist einfach so ein schönes Beispiel für a gentle way weil das sind zwei Minuten meines Lebens Mir nicht weh, das tut niemandem weh.
00:16:55: Und die Person, die gerade bezahlt hat, ist schon an Druck weil sie weiß es geht schnell!
00:16:59: Sie weiß es muss schnell gehen.
00:17:01: und das ist für mich so ein klassisches Beispiel wo ich immer denke, gehen wir mal ein bisschen zurück, schnaufen einmal wieder mal ein bissel durch und überlegen uns, wie ist das jetzt wichtig oder ist das nicht wichtig?
00:17:11: Und überraschenderweise, das nimmst du ein paar Mal vor und irgendwann tust du es und das fällt da gar nicht mehr auf.
00:17:16: Aber dieser Channel Way, den finde ich insofern auch für uns sehr relevant.
00:17:21: Weil verdienen du ich mein Geld ja bei einem Innovationshop für Nachhaltigkeit.
00:17:26: Das heißt wir beschäftigen uns sehr viel mit ökologischen Themen und ich darf Gott sei Dank auch viele andere Themen vor allem jetzt in diesem Podcast besprechen.
00:17:34: Und diese Channel way ist ja auch was wenn wir über das Thema Klima sprechen sehr dringend brauchen.
00:17:41: Und ich habe auch mit einer Klimapsychologin zum Beispiel gesprochen in meinem Podcast oder auch mit jemandem von Fridays for Future.
00:17:49: und auch da, in dieser Bewegung war diese Zugehörigkeit so wichtig.
00:17:53: Dieses Gehör zu einer Gruppe – wir haben das gleiche Ziel!
00:17:58: Wir haben Spaß miteinander, wir machen nicht….
00:18:01: wir sind nicht den ganzen Tag super aktivistisch.
00:18:03: Manchmal sitzt man einfach da, trinken drei, vier Bier oder was auch immer, und haben eine gute Zeit miteinander.
00:18:10: Also es darf auch leicht sein!
00:18:13: Und ich glaube der große Knackpunkt an ein so Organisationen Bewegungen aber auch in Unternehmen weil eigentlich grundsätzlich überall wo Menschen zusammenkommen ist dass es Strukturen gibt wo es den Menschen ermöglicht wird einen Beitrag zu leisten.
00:18:27: und das hat in der klassischen Wirtschaft oft sehr schwierig weil wir haben Unternehmen bei denen es ganz stark ums Nehmen geht, wo einfach diese Grundidee ist machen meine Mitarbeitenden die wollen irgendwie alles...die wollen Dinge nehmen und sie müssen schauen dass da alles da ist weil die wollen Nehmen nehmen nehmen damit dann auch wirklich da bleiben damit man die halten kann.
00:18:44: Und ich sage immer ATS darf man radikal auf den Kopf stellen die Idee und nicht davon ausgehen das ums nehmen geht sondern eigentlich das auf dem Kopf stellen uns die Frage stellen welche Strukturen müssen wir denn bauen damit's den Menschen wieder möglich gemacht wird zu geben?
00:18:58: Weil jeder kommt auf die Welt, erster Atemzug.
00:19:01: Jeder will geben wie ein Beitrag leistet und will dadurch dabei sein weil wenn du etwas gibst bedingungslos ist das große Knackpunkterin diese Bedingungslosigkeit Wenn du etwas Gibst dass ein Beitragt leistest dann kriegst du automatisch das stellt sich in dir ein dieses Gefühl von Zugehörigkeit.
00:19:16: aber wenn du jetzt in einer Struktur bist wo es dir nicht ermöglicht wird bedingungslos zu geben Dann kann dieses Gefühl der Zugeherigkeit natürlich auch nicht entstehen Wenn du nur da bist, um Dinge auszuführen die halt gemacht werden müssen.
00:19:32: Nur nämlich muss immer ein Bereich Teil davon sein ist man ganz klar.
00:19:35: aber wenn es nur um das geht dann kommst du nicht in dieses Gefühl von Zugehörigkeit rein weil ich das Gefühl bin einfach irgendwie Arztahnrad in dieser Maschine ob er kennst den Wert und den Sinn dahinter natürlich nicht sondern das muss schon auch um dich persönlich gehen weil die Frage für an jeden individuell was will ich denn eigentlich geben?
00:19:50: Die ist so wichtig, wir stellen sie uns viel zu selten.
00:19:53: Aber vielleicht schenkt man es auch den Hörerinnen.
00:19:55: diese Frage was will ich geben?
00:19:56: Stütze ich dir mal!
00:19:59: Die ist zentral dafür, dass wir in dieses Gefühl von Zugeherrigkeit kommen und das sind nicht immer die bösen Strukturen.
00:20:06: Das ist gar nicht so möglich sondern zum einen natürlich aber zum anderen müssen wir schon bei uns anfangen und sagen okay, vielleicht befinden mir Instrukturen wo ihr eigentlich geben könnt.
00:20:13: Vielleicht bin ich eh eine Organisation einer Community oder der Familie.
00:20:17: im Freundeskreis muss eigentlich schon möglich sein.
00:20:19: Aber irgendwie passiert es trotzdem nicht.
00:20:20: Warte mal, vielleicht liegt's an mir.
00:20:22: Ich stöme aber die Frage was will ich denn eigentlich geben?
00:20:25: Ist es Humor?
00:20:26: ist es Ruhe?
00:20:27: ist es Gelassenheit?
00:20:28: ist es Kreativität?
00:20:29: ist es Erschwunger Dynamik Was ist das was sich einbringen kann?
00:20:33: und dann versuchen wir es auch wirklich einzubringen und schauen was das macht mit mir Und bin davon überzeugt und nicht nur ich sondern die Wissenschaft unterstützt mich der Hintergrund dass dieses Gefühl von Zürich Gehörigkeit dann entsteht.
00:20:45: Du hast diese Frage ja auch bei deinem Vortrag gestellt und wir haben ein Zettel bekommen.
00:20:49: Und ich habe es mir aufgeschrieben, ich hab den Zetteln auch mit.
00:20:52: Und auf meinem Zettl steht drauf Zuversicht und Hoffnung.
00:20:56: Und das ist in dem Moment ganz logisch gewesen dass genau nur das draufstehen kann weil das einfach das ist was mich momentan wahnsinnig antreibt.
00:21:07: Das ist aber nichts mit dem ihr auf die Welt kommen bin sondern das ist eine sehr bewusste Entscheidung.
00:21:11: auch habe mich dazu entschlossen, zuversichtzugeben.
00:21:16: Weil ich einfach nicht ausholt, dass wir sonst erstaunen.
00:21:19: Wir haben eine Situation global die mich jeden Tag fordert, massiv fordert und ich jeden Tag ungefähr wahrscheinlich schon vor meinem ersten Kaffee fünfmal in Schockstarre fallen kann weil wieder was passiert ist, weil ich wieder etwas gelesen hab, was nicht gut ist.
00:21:36: Weil wieder irgendwas dramatisches in meinem Umfeld war oder auch... Global, diese Distanzen heute sind ja alle nicht mehr groß.
00:21:46: Das ist soweit weg und es gibt alles gar nicht mehr.
00:21:50: Und ich glaube das ist auch zumindest für mich wahnsinnig wichtig zu erkennen.
00:21:54: Ich kann das bewusst entscheiden was sich geben will.
00:21:57: Ich kann entscheiden nicht nur was ich nehmen möchte – ein bisschen Abgrenzungsthema oder was möchte ich von anderen annehmen aber was will ich geben?
00:22:06: Wie kann ich das
00:22:07: machen?".
00:22:09: Und ich glaube, da sind wir wieder bei The Gentle Way oder?
00:22:12: Dieses eine Motto für mich das jetzt momentan gültig ist.
00:22:15: Vielleicht ist es in fünf Jahren ganz was anderes.
00:22:17: Vielleicht dieses in fünf Jahre... vielleicht ist es der Humor I don't know.
00:22:22: Schauen wir mal was.
00:22:23: dann kommt.
00:22:23: aber diese bewusste Entscheidung, was will ich denn jetzt und welcher Beitrag?
00:22:27: Was ist mein Beitrag auch in dieser Gesellschaft auf dieser Welt?
00:22:31: Absolut.
00:22:32: Und ich bin immer für den Gentle Way und gleichzeitig, während der zugehört hab, ist in mir so ein Satz aufgekommen.
00:22:38: Den habe ich schon lange nicht mehr im Kopf gehabt aber da hat man ja zeitlang begleitet.
00:22:40: Das ist gar nicht so gentle weil dieses Satz heißt be fucking intentional.
00:22:46: So eine Erinnerung an mich, so einen Satz einfach hinten so stupst und sagt komm jetzt nimm's in Angriffig.
00:22:53: Ich hab zwei kleine Kinder, einer ist neun Monate und die doch das vier Und ich bin gerade auf Tour, Teil zwei.
00:23:02: im Herbst hat es angefangen.
00:23:03: Mein Sohn war da ein paar Monate alt und wir haben schon gestartet.
00:23:06: Ich stehe für Bühnen... Wir machen das in den Familiensystemen.
00:23:10: Wir sind ein Familienunternehmen eigentlich.
00:23:12: Vielleicht kann man's so beschreiben?
00:23:14: Also er ist schlafenwenig, ist still und meine Nächte sind teilweise nicht existent und so.
00:23:19: Und ich sage überhaupt nicht dass jeder machen muss und dass man jetzt unbedingt wenn man kleine Kinder hat folge ausgehen muss überhauptend und es wird hoffentlich ganz klar.
00:23:26: Das muss sich jeder so hören scheint wie der will.
00:23:29: Aber warum ich das alles mache, ist weil ich mit einer ganz klaren Intention durchs Leben gehe.
00:23:32: Und das finde ich voll schön, dass du sagst, du bist so entschieden für das was du da geben willst.
00:23:37: Das kann man nämlich schon auch machen!
00:23:38: Man kann schon da aktiv eben angriffen nehmen sich diese Frage stellen, was will ich geben?
00:23:43: Dann kommt es auf und dann ist schon der nächste Schritt.
00:23:45: Da muss man sagen okay das würdest den Leuten mitgeben oder meine Familie oder meiner besten Freundin oder die Gesellschaft immer auch immer.
00:23:51: und da darf man schon ein bisschen stupsen Weil Gentle Way ja ist voll wichtig gerade wenn wir in dieser Angststare sind, in dieser O-Macht.
00:23:59: Wenn es uns nicht gut geht und dann darf man's im selben Moment aber auch daran erinnern wer wenn nicht wir die privilegierteste Babel der Welt die privilegerte Bibel der gesamten Menschheitsgeschichte sitzt hier in diesem zum Beispiel Österreich ist in der westlichen Welt.
00:24:16: also wer wenn Nicht Wir?
00:24:17: wir sind die privilegiertesten Menschen der gesamten Menschheitsgeschichte und den gesamten Planeten.
00:24:21: Wenn wir nicht das Gefühl haben, so wie Höffnungsdeutschen mitüberlegen zu neuen Strukturen oder gestalten oder experimentieren.
00:24:27: Wir probieren aus.
00:24:29: Das ist immer der einzige Punkt wo ich dann manchmal an die bin wahnsinnig optimistisch und hoffnungsvoll aber davon lehme.
00:24:33: und ein bisschen die Hoffnung war nicht merkbar wenn die privilegiertesten dieser Welt auf eine Art aufgeben und sagen naja das wird jetzt nichts mehr weil irgendwie die Strukture von außen und es ist halt einfach alles so da komme ich ein bisschen nach Angst da denke man es braucht uns wer andere wird es nicht richten.
00:24:49: Ich finde es aber auch gleichzeitig eben voll schön zu spüren, einfach in meiner täglichen Arbeit und das ist ja etwas was glaube ich im Außen vielleicht gar nicht so präsent ist.
00:24:56: Aber ich spüre ganz, ganz stark dass sie ganz große positive, zuversichtliche hoffnungsvolle Kräfte und Mächte zusammen tun und ganz für Menschen unterwegs sind die wollen Und die eben auch diese Hoffnung weiterschenken wollen Die tun, die ausprobieren.
00:25:12: Das ist nicht immer laut, das ist nicht einmal groß, das is nicht immer präsant Aber es ist da und das wird immer, immer stärker.
00:25:18: Ich bin mir da so tausend Prozent sicher.
00:25:21: Ich glaube, das ist eh so... Also ich bin viel nachgedacht in der Vorbereitung jetzt auch auf dieses Gespräch mit Zugehörigkeit zu.
00:25:29: was handen eigentlich Communitys wo ich dazugehöre?
00:25:33: Wo sind Communities wo ich gerne dazugehören möchte?
00:25:35: weil manchmal muss ich mich bewusst entscheiden und die kann nicht darauf warten dass das passiert Ich bin nicht bei den Sahnen, wo ich auf die Welt komme und ich gehöre dazu.
00:25:44: Sondern ich muss mir auch meine Community suchen.
00:25:47: Das ist ja nicht immer so ein ganz einfacher Schritt.
00:25:50: Und ganz oft ist es ja auch so dass wenn ich jetzt mir überlege was wäre das?
00:25:56: Was hätte ich gern sollen diese Menschen sein mit denen ich mich da verbunden fühle ihr gar nicht so einfach irgendwie empfindet.
00:26:06: Also ich kann das ja nicht googeln oder ChatGPD fragen.
00:26:08: Oder wen auch immer und sagen, ich hätte gerne eine Community.
00:26:11: da sollen jetzt hauptsächlich, ich weiß nicht Frauen brennen sein die alle in der selben Situation.
00:26:16: also das wird erst dann schon schwierig.
00:26:18: wie kommen wir zu Communities wenn es bewusst angeht weil... Das ist jetzt reinstollbar Wenn sich dieses Gebäudeverlass wird jetzt nicht zwingend passieren.
00:26:28: Großartige
00:26:29: Frage Verkörper zum einen selbst?
00:26:33: den Kern, den die Community ausmachen sollte, muss man zuerst selbst verkehrt werden.
00:26:38: Und sie wirklich konkret vielleicht überlegen und aufschreiben eine Liste, wo man auf der einen Seite aufschreibt was sind die Eigenschaften, die ich suche in einer Community?
00:26:50: Also welche Orten von Menschen, wo mich die denn da dazugehören?
00:26:53: Dann steht das vielleicht abenteuerlustig, humorvoll, kinderlieb, genussvoll, whatever... Und dann in der nächsten Spalte schreibe ich auf, was davon erfülle ich selbst eigentlich schon.
00:27:05: Bin ich humorvoll?
00:27:06: Bin ich abenteuerlustig?
00:27:09: Kann ich dafür etwas tun das sich mehr so werde?
00:27:12: und in diesem Prozess dass ich diese Person werde werden diese Menschen plötzlich da sein im Umfeld.
00:27:17: In dem Prozess werde mit diesen Menschen in Kontakt treten die werden immer näher kommen.
00:27:21: und wenn ich jetzt natürlich der Kern bin Also verbildlicht, weil da vorne ist der Kern von dieser Community.
00:27:27: Das ist das was diese Community im Kern ausmacht und ich das verkörpern dann ziehe ich diese Menschen ja an automatisch.
00:27:33: Es hat meist sehr viel mit einem selbst zu tun wenn man eine Community suchen will Und zum anderen spricht drüber.
00:27:40: Zum Beispiel wir sitzen jetzt in einem Podcast Da machst du eine Folge drüber Eine die meine Traum-Community wird so und so ausschauen sprich drüber erzählt, es erzählst Freunde und Freundinnen und Kollegen.
00:27:52: Wir sind oft so verschlossen oder so unfrei mit den Dingen die uns das am Herzen liegen.
00:27:59: Jeder von uns sucht Anschluss, jeder von uns hat Phasen im Leben.
00:28:03: Manchmal ist es Tage wirklich jeden Tag, manchmal ist es halt alle paar Monate, dass man sich denkt war es irgendwie schön wenn ich an Coa finden würde wo immer denkbar.
00:28:11: das ist irgendwie genau meine Gang Reiten anfangen oder zum Klettern anfangen.
00:28:18: Wie kann das gar nicht die Kenner nehmen, der das macht?
00:28:19: Da hat es wär so schön!
00:28:20: Aber wenn wir das erzählen, erzählen und erzählen dann wird's einfach passieren.
00:28:24: raus damit diese Menschen wie kommunizieren.
00:28:26: nur über Kommunikation kommen Dinge in die Umsetzung oder werden Realität.
00:28:31: fühl mir einfach darüber reden sagen ich hab noch nie in meinem Leben bin ich klettert aber ich möchte Kletterlehrer reinwerden vielleicht sogar whatever Und wenn ihr das erzählt haben werden die Menschen plötzlich da sind.
00:28:41: Ich muss gerade ein bisschen lachen, weil ich habe vor zwei Jahren und das ist jetzt ein bisschen bedient wahrscheinlich gerade ein Trennklischee aber mit Pilates begonnen.
00:28:49: Und eigentlich wollte es einfach nur ausprobieren!
00:28:53: Was ich aber dort gefunden habe, ist so viel mehr als der Sport.
00:28:57: Das ist auch eine Community an Frauen die mit mir gemeinsam, ich sage jetzt mal zwei bis drei Stunden die Woche in diesem Studio verbringen und es ist völlig wurscht wer du bist.
00:29:08: Es ist völlig Wurscht wie du ausschaust ob du jetzt die neueste Hose anhast oder nicht.
00:29:13: um das geht's nicht?
00:29:14: Es ist einfach eine voll gute Zeit!
00:29:17: Und das Schöne für mich aber ist... Das ist ein Community.
00:29:20: da gehe ich dann nach Hause bin voller Energie aber ich habe nicht Das Gefühl, ich muss jetzt am Tag dreimal mit dieser Community in Kontakt kommen.
00:29:29: Weil sie da ist und weil ich mittlerweile weiß, die habe.
00:29:34: Da fühle mich sicher, da fühle ich mich wohl.
00:29:37: Also gerade man darf auch über Communities nachdenken, die nicht inhaltsschwer sind?
00:29:43: Ja!
00:29:44: Belad das ist ein super Beispiel.
00:29:47: Wenn du sagst belad es hab ich sofort eine Bild im Kopf und zwar ist dieses Bild so... Norm, schöne perfekte Körper die eigentlich mehr Photoshop sind als Realität.
00:29:57: Neues das Gewand super Legen geschminkt während man Sport macht Haare schön es riechen so nach Wellness und alle
00:30:03: trinken Matcha.
00:30:04: Alle trinken matcha.
00:30:05: Man geht rein ist ein perfektes Studio.
00:30:07: also wie man auf Instagram sagt Das Bild hab ich sofort einfach.
00:30:09: Es hat natürlich Werbeeffekt anscheinend ein super gemacht beladetes Werber und Superfunk zu finden in den letzten Jahren.
00:30:15: Und dann ist es sehr praktisch weil dann kann er natürlich sehr gut meine Schublade aufmachen können sagen na das bin ja nicht, na das kann ich nicht.
00:30:20: Da pass ich irgendwie nicht rein aus verschiedensten Gründen und dann mache die Schublade wieder zu.
00:30:25: Und da ist es irgendwie auch ganz praktisch, weil ich kann jetzt in meinem Leiden bleiben, sondern würde gerne aber... Ich muss das erst einmal Sport machen damit ich da überhaupt hinkommen kann, damit ich um mitmachen kann und dabei sein kann.
00:30:34: Habe super viel Ausreden!
00:30:35: Also diese Liste an Ausrennen, die man sich so schnell selber generiert – das haben wir alle glaube ich ganz gut drinnen – und dann schon
00:30:42: ein bisschen trägerer
00:30:43: oder?
00:30:43: Ja, und dann muss ich einfach nicht aus meiner Komfortzone raus.
00:30:47: Oder ich mache so wie du und sag, ich schaue mal an.
00:30:50: Irgendwie zieht es mir da hin und gehe einfach zu diesem ersten Termin hin.
00:30:53: Das ist oft ein kleiner Schritt oder dieses erste Mal wirklich hingehen und nicht kurz vor.
00:30:58: Also denke ich, weil halt wäre das aber eigentlich... Nein, irgendwie bin müde von gestern.
00:31:04: Na doch nächste Mal!
00:31:05: Und dann macht man's jetzt.
00:31:05: Es sind auch diese kleinen Schritte und plötzlich ergibt sie sich aus.
00:31:08: Und das muss nicht immer die perfekte Community am Ende stehen.
00:31:11: Aber das muss ich halt dreimal machen und beim dritten Mal habe ich eine schöne Gruppe vom Menschen gefunden wo wir mal irgendwie Das ist so ein bisschen Homecoming und das muss gar nicht so inhaltsschwer sein, wie du sagst.
00:31:21: Sondern es fühlt sich einfach so angenehm an und das reicht oft schon.
00:31:24: Das ist doch recht.
00:31:25: vielmehr wollen wir oft kommen oder einfach dieses ... Ah!
00:31:29: Gut, ich fühle mich gut da nach.
00:31:30: Ich fühl mich gut und die braucht dieses.
00:31:32: Ich fühle mir gut damit sie dann zu diesen inhaltschweren Themen auch kommen.
00:31:37: Die habe ich natürlich, die habe auch in meinem Beruf.
00:31:40: Aber das hilft mir so sehr meine Ressourcen auch aufzufüllen und ich glaube es ist völlig in Ordnung auch und das ist was man für sich selbst auf Erinnerlichen darf.
00:31:50: Ich kann eine Community ausprobieren und draufkommen.
00:31:53: Passt nicht!
00:31:53: Nein der Hans spast man nicht.
00:31:55: Ich muss nur ein bisschen weiterschauen und da darf einfach ganz viel sein.
00:32:01: Ja
00:32:01: absolut Und es ist eigentlich ja so schön, wenn man das vergleicht mit jigen Sammlergesellschaften.
00:32:06: Ist es total schon dass wir die Möglichkeit haben?
00:32:08: Wenn je Gesammergesellschaft muss man sich jetzt vorstellen... Also da gibt's diese Form von Diversität ja gar nicht!
00:32:14: Da kannst du nicht überlegen mach ich Pilates, geh klettern oder laufen oder was auch immer für ein Sport.
00:32:20: Da gibt ganz viel und diesen Dingen aus der westlichen Welt in unseren Alltag beschreiben gibt es hier vor Ort nicht Und das eine ist jetzt nicht besser oder schlechter.
00:32:29: Also zum anderen ist es glaube ich mir ganz wichtig zu erkennen, dass die Gesamtgesellschaften so naturverbunden wie sie auch sind und so ohne Infrastruktur wie sie leben, ohne Strom, ohne Straßen, ohne Häuser, ohne klassische... also da freut er wirklich auf sehr viel.
00:32:42: ein Infrastruktur weg und man ist ganz stark verbunden mit der Natur wenn man davon ganz stark abhängig ist.
00:32:46: Man lebt dieses Gefühl von Communitys gibt kein Begriff für Individuum weil man viel mehr Teil der Gruppe ist als Individium und so auch.
00:32:53: so ist es ja schön, aber es gibt keinen ganzen September Sitzdom Zeit.
00:32:57: Man teilt den Tag nicht ins Stundenein, das war auch so schön und so paradiesisch an.
00:33:01: Gleichzeitig ist es das natürlich nicht weil auch dort gibt's Probleme Troubles und Geschichten und wir begegnen einfach oft zu einer Sehnsucht.
00:33:08: und so ein mal irgendwie in so naturverbundenen Communities da ist das Leben langsamer und nicht so stressig, nicht so komplex und deswegen wie leichte.
00:33:17: die Menschen sind näher beieinander.
00:33:19: Wir reden uns das dann oft schön und sicheres gibt diese Aspekte die dort wirklich schön sind und was wirklich wahrscheinlich auch sehr schön erlebt, aber in der westlichen Welt gibt es ganz viele Vorteile.
00:33:29: Allerdings mit dieser Diversität haben wir unser Leben so gestalten können ist ja ein Riesengeschenk, ein Geschenk der Neuzeit der Menschheitsgeschichte.
00:33:37: Das ist diese Gleichzeitigkeit über die wir ganz am Anfang schon mal kurz gesprochen haben.
00:33:43: Dass jetzt irgendwie einteilen müsste, welche Gesellschaftsform ist die richtige?
00:33:47: Welche ist die falsche?
00:33:48: Das gibt's ja nicht.
00:33:51: Wenn ich das jetzt umlege auf unserer Gesellschaft, könnte ich auch sagen es gibt nicht das eine optimale Familienmodell sondern auch das ist eine Community und das ist oftmals eine selbstgewählte Community Und da gibt es unterschiedlichste Modelle und alle sind in Ordnung.
00:34:11: Also ich glaube, wenn man das versteht dann kann man auch lernen oder?
00:34:14: Wenn ich verstehe es gibt was anderes.
00:34:17: Es hat alles Vor- und Nachteile.
00:34:19: oder herausnennen wir's Herausforderungen.
00:34:22: Und trotz dieser Herausforderung habe ich die Möglichkeit mir etwas abzuschauen.
00:34:26: Ich könnte mich da jetzt einfach ein paar Aspekte mit rausnehmen Genau
00:34:30: genau absolut!
00:34:31: Was ich dann einmal mache ist dass ich mir anschaue Trotz dieser Unterschiede eben diese unterschiedlichen Herausforderungen.
00:34:39: Ich habe immer dann trotzdem einmal die Frage gestellt, trotz all dessen was ist und das was uns allen gleich ist.
00:34:46: Weil das sind wir dann schon irgendwie wichtig gewesen wenn man auch da okay wie organisieren uns anscheinend so extrem unterschiedlich?
00:34:50: aber was ist denn das was es uns allen Gleiche ist?
00:34:52: weil wir sind ja dort ein Tag genau dieselben Menschen Und wir gehen aber so anders durchs Leben mit einem so anderen Blick aufs Leben und an die Welt an sich.
00:34:59: Was isn' aber dennoch des was uns alle eint?
00:35:03: Vielleicht muss ich kurz ein bisschen ausholen und sagen Unsers Homo sapiens gibt's dreihunderttausend Jahre.
00:35:08: zweihundertachzigtausend Jahre dieser Zeit haben wir Jäger und Sammler gelebt.
00:35:12: Also das war schon der Großteil unserer Zeiten in der Menschheitsgeschichte, haben wir als Jägern sammlerinnen verbracht sind normalisch durch einen Planeten über den Planeten gezogen Und die heutigen Jägern- und Sammlers an keine Steinzeitgesellschaften oder so sondern das dann heute moderne Gesamtgesellschaft.
00:35:26: aber wir können uns teilweise zusammen reimen in der Wissenschaft auch mithilfe der Archäologie und der Anthropologie wie es dann früher ausgeschaut haben kann große Ähnlichkeiten zu dem wie die Gesamtgesellschaften heute aufgebaut sind.
00:35:40: Und unter Anbetracht dessen, dass wir so lange sie Gesammler gelebt haben, dürfen wir es reinnehmen einfach als Wichtigkeit und sagen okay irgendwas wird das schon gemacht damit uns immer solange diese Gesellschaftsform waren?
00:35:52: Und was ist uns denn da unabhängig davon, dass man jetzt in Großteil der Welt so anders leben und uns dazu radikal verändert hat?
00:35:58: Was ist uns dann gleich geblieben in diesen drehunderttausend Jahren oder den nächsten zwanzigtausenden Jahren?
00:36:02: Was sind so diese rote Faden?
00:36:06: Da gibt es einfach ein paar Grundaspekte aus meiner Sicht zu Fundamentaspekten, die man dann mitnehmen dürfen wenn wir darüber nachdenken.
00:36:15: unterschiedliche Herausforderungen in unterschiedlichen Welten und irgendwie ja alles hat seine Berechtigung.
00:36:21: Aber bei mir ist es immer so, schließt dann immer zurück auf diese Grundaspekte des Menschseins.
00:36:25: Auf diese Fundamente also zum Beispiel im Thema Zugehörigkeit Community – das sieht sie durch dreihunderttausend Jahre lang und wird sich in den nächsten zwanzitausenden Jahren durchziehen.
00:36:33: Das macht uns einfach aus!
00:36:35: Wir sind dazu gemacht tatsächlich in dem Fall miteinander in Verbindung zu sein und tatsächlich auch zu kooperieren dieser Idee von diesem strukturellen Gegeneinander.
00:36:49: Das ist so ein modernes Phänomen in der Menschheitsgeschichte, wenn man jetzt noch mehr ausholt und sagt, man nimmt nicht nur Homo sapiens sondern allgemein Homo dann sind wir immer in hunderte tausend Bereichs in einem Millionenjahrbereich.
00:37:00: Und dann ist das was wir hier in der westlichen Welt tun dass wir einander zum Beispiel bekriegen, dass wir einfach so ein gegeneinander aussahen.
00:37:07: Es ist ein Wimpernschlag in der menschheitsgeschicht.
00:37:09: Das isso ein modernes phänomen.
00:37:12: Da dürfen wir schon einmal genauer hinschauen und sagen warte mal Okay, unterschiedliche Welten und überall gibt es unterschiedliche Herausforderungen.
00:37:19: Aber bestimmte Dinge müssen wir schon wieder hervorholen.
00:37:22: Und so ein Community-Gemeinschaft muss etwas sein, was uns antreibt in all dem, was wir tun.
00:37:26: Das muss da Motor sein, Menschlichkeit.
00:37:28: Wir können jetzt alles aber gegeneinander auslegen.
00:37:32: Das ist doch ein Schmarrn!
00:37:33: Also wirklich?
00:37:35: Das ist anthropologisch wissenschaftlich einfach erkennbar, dass das ein ganz neues Phänomen ist.
00:37:41: Dass man da hinschauen dürfen braucht's das oder ... Können wir das in Zukunft wieder umstrukturieren?
00:37:48: Also es hat sich komisch an, aber ich glaube du weißt was ich mache.
00:37:50: Ich
00:37:50: glaub schon ja weil... Wir brauchen Partnerschaften, wir brauchen Kooperation, wir brauchen Zugehörigkeit ist ja auch eine Frage von Überleben oder Nicht-Überleben.
00:37:58: ganz lange gewesen und ist es heute im Grunde noch immer nicht umsonst.
00:38:02: ist Einsamkeit so tödlich.
00:38:05: Stimmt!
00:38:05: Du hast es erwähnt.
00:38:06: Genau das ist es.
00:38:07: Im Grunde ist ja das nach wie vor da.
00:38:10: jetzt diese Zugehöhrigkeit kann ja Aber auch etwas sein, was Anderes ja ausgrenzt.
00:38:17: Wenn ich jetzt an radikalen Nationalismus denke, wo ich zum Beispiel sage nur wir als Frauen, wir sind weiß, wir entsprechen irgendeiner bestimmten Normen – Wir haben Recht und alle die nicht so ausschauen wie wir – das ist ein kompletter Fundernesbeispiel – sind falsch und müssen uns schützen davor.
00:38:38: Dann schaffen wir eine Zugehörigkeit?
00:38:40: Und die funktioniert ja vor allem deshalb, weil was anderes ausschließt.
00:38:46: Das ist eine Zugehörigkeit, die heute nicht in die Tiefe geht – eine Schein-Zugehörtigkeit aus meiner Sicht, eine oberflächliche Zugehöhrigkeit.
00:38:52: Die so an der Oberfläche schwimmt und die funktioniert leider sehr gut.
00:38:56: Also Geschichten rund um diese ober flächlichen Zugeherigkeiten funktionieren wahnsinnig.
00:38:59: kurz.
00:39:00: Was sieht es im Populismus?
00:39:02: Geschichten, die uns trennen, funktionieren momentan sehr, sehr gut, weil dir natürlich eine Antwort sind auf die Angst, die in der Gesellschaft herrscht!
00:39:10: auf die Angst und aber eigentlich was darunter liegt, diese riesengroße Sehnsucht nach wahrer Verbindung und noch tiefgehender Zugehörigkeit.
00:39:18: Da gilt es jetzt einfach diese Geschichten zu erzählen wo es um die tiefe Zugeherigkeit gibt und da braucht's jeden und jede von uns zu verstehen dass das keine Banalitäten sondern nicht naiv ist, sondern dass wir das groß aufblossen müssen Und einander daran eben erinnern dürfen, was da mal ist.
00:39:36: Ist es jetzt eine Zugehörigkeit in der Oberflächlichkeit?
00:39:38: Oder geht's um uns alle Menschen gerade?
00:39:40: Gehts uns Mensch sein an sich eigentlich grad?
00:39:43: Das sind ganz große philosophische Fragen des meiner Sicht grad gesellschaftspolitisch dar sind.
00:39:48: Was hast denn eigentlich menschsein?
00:39:50: wo wollen wir den hin als menschen?
00:39:52: was braucht und der mensch an sich so?
00:39:54: was will denn der mensche an sich?
00:39:56: Eigentlich so?
00:39:57: das sind politische fragen das sind auch wirtschaftliche fragen.
00:40:00: Die werden aus meiner Sicht viel zu wenig gestellt und das führt dann so weit, dass man zum Beispiel... Also ein konkretes Beispiel z.B.
00:40:08: künstliche Intelligenz wird unsere Gesellschaft so drastisch verändern hat es natürlich schon angefangen voll im Gange und wird in den nächsten Jahren noch viel mehr.
00:40:16: der klassisklassische Beispiel ist wenn viele Arbeitsplätze wegfallen weil die künstlichen Intelligenzen übernimmt.
00:40:22: Und dann muss man jetzt sagen was machten das mit uns?
00:40:25: Wir reden ganz viel darüber gerade in der Wirtschaft.
00:40:27: Was macht das mit unseres Unternehmens, Kosten einsparen?
00:40:31: Schon auch was macht es da beim Team.
00:40:33: Wie schicht man was herum und so, aber es geht immer um den Unternehmen.
00:40:36: Und aus meiner Sicht wird viel zu wenig darüber gesprochen über diesen Schmerz, der entstehen wird.
00:40:42: Wir haben es in unserer Gesellschaft vorgestellt, wo ganz viele Arbeitsplätze entweder wegfahren oder sie einfach verändern werden.
00:40:48: Das ist jetzt grundsätzlich so eine Veränderung.
00:40:50: Es ist Teil der Menschheitsgeschichte.
00:40:52: Aber wir müssen schon
00:40:53: ...
00:40:54: Auch politisch stand damit umgehen mit diesem riesen Veränderungsschmerz, mit dieser Trauer die entsteht und auch mit der Angst die da drinnen steckt.
00:41:01: Das ist ein gesellschaftspolitisches Thema aber das Redo abt gar keiner.
00:41:04: Es geht immer nur um AI-Effizienz.
00:41:06: was verändert es in der Arbeitswelt?
00:41:07: Die Arbeitsplätze?
00:41:08: Aber wir müssen da ein paar Ebenen tiefer gehen!
00:41:10: Und wenn wir irgendwie wollen dass diese Technologien uns nach vorn bringen als Menschheit... Da gibt's also einen Satz den ich bei mir habe Wenn du drei Schritte vorwärts willst, musst du nach unten gehen.
00:41:21: Da müssen wir uns über die Tiefe geben.
00:41:23: Große philosophische Fragen stellen wie was hast ein Mensch sein?
00:41:26: Was bedeutet das und wo wollen wir hin um mit diesen Phänomenen gut umgehen zu können?
00:41:32: Ich schließe für mich Fall der Kreise wieder zu diesem Geben!
00:41:35: Und zwar deshalb, weil das vorher auch schon gesagt sinnhaftigkeit.
00:41:40: Auch in der Arbeitswelt.
00:41:41: Menschen wollen ja was geben.
00:41:43: und ich kann mir erinnern meine Mama die ist vorbei im Pension gegangen und ist gern im Pensionsgang an.
00:41:48: die war ganz lang in pflege in der alten Pflege also die war einfach körperlich die hat auch nicht mehr wollen super anstrengend und auch sie hat hat einen großen schmerz gehabt.
00:42:01: was ihr gesagt habt naja aber jetzt Habe ich das Gefühl, man braucht mich nicht mehr?
00:42:06: So.
00:42:06: Das ist jetzt ein individuelles Beispiel und wenn wir über das thema-künstliche Intelligenz sprechen und davon sprechen, dass ganze Branchen wegfallen dann ist es ja sehr viel größerer Schmerz.
00:42:17: Es wird ja zu einem kollektiven Schmerzen Und Ich nehme Menschen auch die Gelegenheit wirklich was zu geben.
00:42:24: Wir können jetzt sagen, das ist banal Wenn ich nicht mehr acht Stunden am Tag in der Arbeit sein kann oder ich kann erkennen, dass das sehr Identitäts ist.
00:42:34: Und ich möchte auf einen Punkt auch noch kommen und den auch, der ist mir einfach super wichtig weil du hast auch gesprochen über diese hundred days of giving und schon jetzt in diesem Gespräch was für mich schon ein bisschen für mich auch rauskommt ist zugehörig hat viel damit zu tun.
00:42:52: was gebe ich auch?
00:42:53: Was mache ich proaktiv?
00:42:55: und du hast erzählt dass diesen Selbsttest gemacht, oder?
00:42:58: Hundert Tage jeden Tag gibst du bedingungslos.
00:43:01: Ganz wichtig und das können sehr Kleinigkeiten sein.
00:43:05: Und was hat denn das verändert?
00:43:06: Oder was macht es nicht nur mit dir?
00:43:09: Das kann man vorstellen dass das ja emotional ganz viel macht.
00:43:12: aber was machen diese auch mit deinem Umfeld
00:43:15: für alle Hörer und Höreren die dieses Experiment nicht kennen.
00:43:19: Ich erzähle kurz was ich da gemacht habe.
00:43:20: Diese hundred days of giving sind Tage gekommen des erster Wissenschafts Weiß aus der psychologischen Forschung, dass wenn wir bedingungslos geben, dass wir gewisse Hormone ausschütten.
00:43:29: Also dass es physiologisch etwas macht mit uns.
00:43:31: Wir schütten die Dosehormone aus Dopamine, Oxidozin, Seratonin und Endorphine.
00:43:36: Wenn wir bedingerungslos gehen zum einen, wenn ich gebe und zum anderen aber auch wenn ich empfange... also jetzt gehst du gleich bei einem Beispiel zu dir, wenn das Salz ausgeht beim Kochen.
00:43:45: dann gehst Du zur Nachbarin zum Nachbarn und sag mir hast du ein bisschen Salz für mich, brauchst du es kochen?
00:43:49: Und das stellt sich in kleiner Moment von Freude ein Bei dir und aber auch bei der gewöhnenden Person.
00:43:54: Und da schütten wir eben diese Dosehormone aus in diesen kleinen, banalwegenden Momenten.
00:43:58: Und ich habe mir dann gedacht, da stimmt das wirklich?
00:44:01: Ich muss die Wissenschaft dann immer testen.
00:44:03: Aber ich dachte, das probiere ich aus hundert Tage lang gebe jeden Tag eine Sache bedingungslos.
00:44:07: Habe das gemacht!
00:44:09: Ja es hat ganz viel mit mir gemacht.
00:44:11: Zum einen, ich hab einfach relativ schnell gemerkt, wow natürlich sind wir alle verbunden miteinander.
00:44:15: Es stellt ein Gefühl von Verbundenheit plötzlich her wenn du... Zu jemandem sagst du, ich geb dir jetzt Feedback oder ich lern dir einfach spontan zum Essen ein.
00:44:24: Oder ich höre dir Bedingungslos fünfzehn Minuten zu ohne meinen Senf dazugeben.
00:44:29: Ich gebe einfach Bedingungsloss oder ich pass auf dein Kind auf oder was auch immer.
00:44:34: und zum anderen... Also ich glaube, wenn wir selber sagen, es macht mit mir ganz viel das Gefühl gehabt.
00:44:40: Wir sind verbunden miteinander und we are all one irgendwie in dieser Gesellschaft und über den Wissenschaftler nicht esoterisch aber du kriegst echtes Gefühl ja natürlich sind wir alle miteinander verbunden und we're all one.
00:44:48: Das ist plötzlich noch viel klarer.
00:44:51: und wenn das mit dir so viel macht dann macht es automatisch was mit deinem Umfeld weil das ist wieder etwas was du ausstrahlst Wie wir jetzt gesprochen haben mit diesem Community-Ding, dann wirst du immer mehr zum Kern dieser Community.
00:45:03: Zum Kernelement eigentlich.
00:45:04: Zum kernelement dieser Community und dann strahlst du das aus den anderen Merken des... Und es macht auch Folgendes dass du plötzlich ins Gespräch gehst über diese Themen die austauscht und Menschen sagen irgendwie ja das ist ja etwas was ich immer mach' Das ist ja eh ganz normal und anders umbaue weil das hab ich noch nie nachdacht oder... Also jetzt kommen plötzlich Gedanken und Themen auf und das ist eigentlich so schön.
00:45:25: und so zieht's wieder seine Kreise wie das Wasser Wie der Stein deins Wasserfeld zieht oder seine Kreise und du merkst aber, Leuten fangt zum Rat dann auf.
00:45:31: Vielleicht übernimmt das sogar wer?
00:45:33: Oder mir ist dann so eine Dinge aufgefallen wie zb.
00:45:35: bei meinem Partner folgt man das immer so auf Der macht es nicht als Handel Des of Giving-Projekt sondern er lebt es... ...three hundred sixty five days auf die hier.
00:45:45: Ich meine ich versuch's auch Aber er empfalt's mich immer so großartig auf wie der Das von inside out einfach echt zu lebt.
00:45:52: dieses Bedingungslos geben uns ja wirklich Zeit nimmt für Dinge.
00:45:56: Vor kurzem hat ein Bekannter von uns getroffen, die wir gar nicht so gut kennen.
00:46:00: Und auf der Strasse dürfen sie einem kurz geredet und sich zu weinen begannen, weil sie gerade was tut in ihrem Leben.
00:46:05: Und er hat gesagt, wie zu uns kommen wir unter den Wochen?
00:46:07: Er hat unseren Sohn gehabt.
00:46:09: Der ist nur klar, kein Kinderbetrag.
00:46:13: Man wüsste zu uns mitgekommen auf eine Tasse Tee.
00:46:15: Und das hat er mir dann noch erzählt und sie ist wirklich mitgekommen, der gesagt meint, ich war fast überrascht weil die Leitzungen meistens nicht ja, sondern sagen na na passt schon!
00:46:22: Und sie ist mitgegangen und die kommen dann heim und da fahren wir sitzen die da bei einer Tasse tee und tauschen sie über ihre Themen gerade aus.
00:46:27: und für so etwas sich wirklich Zeit zu nehmen und das wirklich zu tun ist ein Riesengeschenk dass man es sich selber macht.
00:46:33: Nicht nur diese Person, die sich einfach gefreitet hat wahrscheinlich mal, nehmt mich kurz darauf aber auch für einen selber... zu spüren, wow ich kann in jedem einzelnen Moment meines Lebens in diese Verbindung gehen.
00:46:43: Ich muss nur aufmachen und muss einfach
00:46:44: tun.".
00:46:45: Da bin ich wieder bei meinen zwei Murmeln und das ist so ein schönes Beispiel.
00:46:49: die eine Murmel die die Zugehörigkeit einfach auch ist und für mich gibt es jetzt dann noch eine weitere Murmel wie die Zuversicht ist weil genau dieses Gefühl ich selber kann was tun Und ich kann mich entscheiden, dafür was beizutragen.
00:47:04: Ich kann etwas Positives tun.
00:47:05: Das ist das, was wir in der Zuversicht einfach so dringend brauchen und was uns auch so handlungsmächtig macht.
00:47:13: Und deshalb normalerweise würde ich jetzt sagen, vielen Dank liebe Bediener!
00:47:18: Es war ein sehr schönes Gespräch.
00:47:20: bitte.
00:47:20: Liked's uns alle, folgt es uns alle teilt diese Folge.
00:47:24: Das mache ich heute nicht.
00:47:26: Ich möchte dieses Beispiel Der Hundred Days of Giving auch hernehmen.
00:47:31: Wirklich.
00:47:32: zum einen einmal alle, die zuhören.
00:47:35: Zu sehen.
00:47:36: Einmal ein riesengroßes Danke sagen dass sie überhaupt Zeit nehmen das zu tun.
00:47:41: Das ist wahnsinnig viel wert und ich schätze unglaublich.
00:47:44: also jede einzelne Person sich da hinsetzen sagt irgendwas macht es mit mir?
00:47:50: Ich habe Zeit und ich nehme mir die Zeit.
00:47:54: Vielen, vielen Dank.
00:47:55: Und das Zweite ist ich schenke euch diese Folge!
00:47:58: Ich werde euch nicht bitten mich zu liken.
00:48:01: Ich werde es euch schenken weil ich glaube da ist so viel drin dass wir positiv mitnehmen können.
00:48:08: Das uns hilft in unser Kraftzukommen und aus dem was wir schon mitbringen an Ressourcen.
00:48:15: und wir haben alle ganz viele Talente und Ressoursen.
00:48:18: die sind unterschiedlich und die sind nicht immer gleich stark aber wir haben sie.
00:48:23: Ich glaube, es hilft uns einfach so sehr zu verstehen wie mächtig wir auch sind aus Individuum und damit mit diesem Geschenk.
00:48:31: Und ich freue mich wenn viele dieses Geschenke auch annehmen sage wirklich danke auch Bettina.
00:48:37: Es war wirklich schön!
00:48:39: Es war für mich eine Runde... Ein Runde zwei Tage, muss ich fast sagen mit deinem Vortrag gestern und heute diesem Gespräch.
00:48:48: Und ich bin sehr dankbar dass wir heute noch ein bisschen über die Sachen reden konnten.
00:48:52: auch das ist ein Privileg und wünscht ihr halt einen wunderschönen sonnigen Tag.
00:48:57: alles Gute für alles was da jetzt bei deiner Tour kommt und was auch sonst kommt.
00:49:03: Ich sag danke für diese vielen vielen schönen Gedanken!
00:49:07: Vielen Dank dir, dass du die Zeit nimmst, dass diesen Themen einen Raum gibst Uns einander und auch den Menschen, die zuhören zur Raum- und Zeit schenken.
00:49:17: Und diese Themen da reinlassen.
00:49:18: Voll schön, dass wir das gemacht haben!
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